Online: 23.05.2016 - ePaper: 24.05.2016

KLP endlich zuende

Betrifft: KLP

Hurra, es ist Pfingsten! Warum dies ein Grund zur Freude ist? Die KLP ist endlich vorbei. Endlich kann im Wendland wieder normal gelebt werden. Keine wildparkenden Autos; keine Fahrradfahrer, die nicht wissen, wie man sich auf der Straße verhält; Autofahrer, denen die StVO ein Begriff ist.

Eine Veranstaltung für das Wendland, um auf unsere bezaubernde Region aufmerksam zu machen. Erstmal keine schlechte Idee. Schlecht nur, wenn die Bewohner der Region von der Veranstaltung alles andere als begeistert sind. Sobald die KLP beginnt und die ersten Großstädter hier einfliegen, sind alle Gesetze und Regeln außer Kraft gesetzt. Enge Straßen werden von beiden Seiten zugeparkt, egal ob man das darf oder nicht. "Parken verboten"-Schilder? Was ist das? "Durchfahrt verboten"-Schilder werden lieber gleich ganz ignoriert. Auf den Straßen herrscht konstant 30-km/h-Zone. Ein jeder ist ja nur für die KLP hier.

Fahrradfahrer fahren lieber nebeneinander als hintereinander. Im Wendland darf man das ja. Als Autofahrer kann man sich dann auch schon mal den einen oder anderen blöden Spruch anhören. Wie können wir es auch wagen, hier zu leben und zu arbeiten, während die Städter hier ihre Ruhe suchen. Wie ungeschickt von uns.

Wer sich mal einen neuen Außenspiegel gönnen möchte, ist hier genau richtig. Als Touri darf sich benommen werden wie die Axt im Walde. Einfach mal gepflegt die Straßenverkehrsordnung ignorieren. Auf engen Straßen die halbe Straßenseite freigeben? Ach nein, man ist ja schließlich zu Besuch!

Die Straßen im Wendland sind von Himmelfahrt bis Pfingsten ein einziger Sauhaufen. In Hamburg, Hannover und anderen Großstädten wird wohl gedacht, das Wendland gibt es nur zur KLP, danach wird abgeschlossen bis zum nächsten Jahr. So werden die Tage gezählt, bis das Chaos endlich wieder aufhört und ein normales Leben wieder möglich ist. Knapp 365 Tage Ruhe und Zufriedenheit, bis die nächste KLP vor der Tür steht.

Im Namen aller KLP-geplagten Wendländer:

Alina Schulze und Familie,

Zebelin

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