Online: 23.05.2016 - ePaper: 24.05.2016

Vertrauen verloren

Betrifft: Deutsche Finanzpolitik

So langsam verliere ich das Vertrauen in die Politik in Deutschland. Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer, die Altersarmut ist allgegenwärtig, und für Kinder und Jugendliche ist eh nichts da. Fast täglich hört und liest man: Deutschlands Steuereinnahmen steigen und steigen. Doch wo bleibt das Geld? Die Renten werden immer weniger, Schulen, Kindergärten, Schwimmbäder und so weiter werden geschlossen, weil kein Geld da ist. Doch die Bezüge für Politiker steigen. Warum? Warum haben unsere Volksvertreter nach fünf Jahren Politik ein Anrecht auf Pension in Höhe von 825 Euro? Arbeiter müssen für soviel Geld knapp 30 Jahre malochen. Warum dürfen Berufspolitiker Ehrenämter und Ehrendoktortitel gegen Bezahlung annehmen?

Im Gegenzug müssen viele Menschen zwei oder sogar drei Jobs machen, um überhaupt über die Runden zu kommen - von Rücklagen schreibe ich hier nicht. Die Arbeiter und Angestellten sollen bis 67 oder noch länger arbeiten, doch Beamte gehen teilweise mit 53 Jahren, Politiker mit 56 Jahren in Pension mit vollem Anspruch und dürfen dann Jobs annehmen, in denen sie voll verdienen dürfen. Sind das bessere Menschen? Da muss die Politik im Inneren mal langsam anfangen, etwas zu ändern. So jedenfalls geht es nicht weiter. Wer arbeitet, sollte so bezahlt werden, dass das Geld auch reicht. Rente muss zum Leben reichen und nicht zur Armut führen.

Alles wird teurer, wovon nur die Reichen und der Staat profitieren, doch der kleine Mann bleibt der Doofe. Ach ja, von dem Geld, das die Regierung für Europa und andere Länder bezahlt, oder besser rausschmeißt, welches viel wichtiger in Deutschland wäre, schreibe ich besser nicht.

Dirk Carlson, Schaafhausen

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