Online: 03.06.2016 - ePaper: 04.06.2016

Genialer Schachzug?

Betrifft: Schnegaer Arztpraxis

Welch eine glückliche Fügung, wenn man als Arzt neu geschaffene Praxisräume beziehen kann und diese einfach "nur mietet", ohne selbst eine Menge Geld investieren zu müssen. Wenn dann auch noch der Quadratmeterpreis stimmt und die Gemeinde der Sponsor und Vermieter ist ... ein Traum. Die Norm ist leider anders. Ärzte, die nicht die Praxen aus der Familie übernehmen, müssen erst einmal viel Geld in die Hand nehmen, um eine Praxis auf den heutzutage erforderlichen Standard zu bringen.

Als ich meine Praxisräume 2012 bezog, sah ich mich mit umfangreichen Renovierungsarbeiten konfrontiert, welche ich selbstverständlich aus eigener Tasche bestreiten musste. Meine Praxisräume waren zu diesem Zeitpunkt in einem "suboptimalen" Zustand. Und leider, leider hatte ich das Pech, dass mein Vater kein Bürgermeister in diesem Landkreis ist und dieser somit nicht veranlassen konnte, dass die Steuerzahler diese Ausbau- und Renovierungskosten für mich tragen.

Kann mir jemand diesen genialen Schachzug erklären? Kann mir außerdem jemand die angedachten 100000 Euro aufschlüsseln und erklären? Wie sieht es eigentlich aktuell mit der Förderung durch die KV für Hausärzte auf dem Land bei Ärztemangel aus? Ist die auch noch fällig? Bezahle ich hier auch noch meinen Teil dazu? Durch meinen KV-Beitrag?

Bitteschön, Herr Kollege, ich beteilige mich selbstverständlich gerne als Steuerzahler an Ihren Unkosten, um Ihren Start in die Niederlassung so angenehm wie möglich zu machen und damit es bei Ihnen finanziell nicht so eng wird wie bei mir und Ihren Kollegen.

Bleibt die Frage offen: Sieht so eine "Alternative für Existenzgründer" aus?

↔Carsten Schwieder, ↔Orthopäde,

↔Unfallchirurg, Chirotherapie

↔und Sportmedizin, Lüchow

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