Online: 03.06.2016 - ePaper: 04.06.2016

Fehleranalyse

Betrifft: Artikel Fehlplanung oder Fahrfehler? (EJZ vom 17. Mai)

Das ist doch wohl ein ungeheuerlicher Vorgang. Da gibt es eine lange Planungsphase und das Ergebnis wird nicht von mehreren Fachleuten kontrolliert? Da habe ich wohl eine naive Vorstellung, gerade wenn es um Steuergelder geht. Eine sorgfältige Planung und Kontrolle sollte immer selbstverständlich sein, zumal es wohl Hinweise von Praktikern im Vorfeld gab. Aber da gibt es immer wieder Beispiele, die auch bei großen Baustellen in anderen Städten schiefgegangen sind.

Was mir fehlt: eine ehrliche und gründliche Fehleranalyse und nicht Schuldzuweisungen an Busfahrer. Ich habe aber nicht den Eindruck, dass eine Aufklärung gewünscht ist. Mein Respekt gilt allen, die am Fehlermanagement mitarbeiten. Auch danke ich den unermüdlichen Ratsleuten (zum Beispiel SOLI) und Umweltaktivisten, die immer wieder die Öffentlichkeit informieren.

Jeder Planer hat jederzeit die Möglichkeit, die Umgebung mit einem Rollstuhl oder anderen Hilfsmitteln zu erkunden. Die meisten Barrieren finden sich in unseren Köpfen wieder. Ich wünsche mir mehr Achtsamkeit und Selbstbestimmung für alle Menschen mit Hilfsbedarf. So freue ich mich, wenn sich Geschäftsleute um private Lösungen bemühen, wie zum Beispiel Foto Krenz in der Langen Straße. Wir wollen bald sogar den Mars erobern, aber bekommen hier auf unserem Planeten einfache Lösungen nicht hin. Vielleicht sollte es demnächst ein Schulfach "Ethik und Achtsamkeit" geben.

↔Ute Brinkmann,

↔Dannenberg

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