Online: 24.06.2016 - ePaper: 25.06.2016

Bekanntgabe der Kostensteigerung nicht geschickt

Betrifft: neue Arztpraxis in Schnega

Die Diskussion über die Herstellung der Praxisräume für den neuen Arzt in Schnega habe ich in den vergangenen Wochen genau verfolgt. Dabei werde ich den Eindruck nicht los, dass die fleißigen Schreiber zum Teil ihren Ärger über Wilhelm von Gottberg an dessen Sohn als zukünftigen Arzt auslassen. Dabei hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Vielleicht sollten alle einmal innehalten und vor Inbetriebnahme des Mundwerks oder des Stiftes das Gehirn einschalten.

Wir können doch wohl froh und dankbar sein, dass ein junger Arzt sich in Schnega niederlassen will. Dass die dafür erforderlichen Räume entsprechend hergerichtet werden, ist gang und gäbe. Ich weiß von Gemeinden, die bereit wären, nicht nur die Praxisräume entsprechend vorzuhalten, sondern auch noch einen Dienstwagen zur Verfügung stellen würden - wenn denn nur ein Arzt bereit wäre, als Landarzt tätig zu sein.

Gut, die Bekanntgabe der langsam in die Höhe kletternden Kosten bis zum Endbetrag von 100000 Euro war nicht besonders geschickt. Aber das dem Arzt anzulasten, finde ich unfair. Wenn es jetzt um die Gestaltung des Mietpreises geht, möchte ich Herrn Wöppelmann ausdrücklich beipflichten, nicht zu viel Miete zu verlangen für den Anfang, denn schließlich muss der Arzt erst einmal Fuß fassen. Da sollte der Mietzins von 5,50 Euro - wie ihn der Landkreis genannt hat - als Höchstgrenze zunächst einmal reichen.

Ich fürchte, dass die mehr oder weniger qualifizierten Beiträge in der EJZ es Herrn Dr. von Gottberg als Arzt nicht unbedingt leichter machen. Nach einer Zeit von ein bis drei Jahren - darüber sollte der Gemeinderat noch befinden - muss über den Mietzins neu gesprochen werden. Zum Schluss bleibt mir nur Frau und Herrn Dr. Janz Dank zu sagen für einen jahrzehntelangen, unermüdlichen Einsatz, ob tags oder nachts, im Sinne der Kranken und ihrer Familien.

↔Monika Lauenburg,

Göhr

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