Online: 11.07.2016 - ePaper: 12.07.2016

Angebote für Friedensdienst

Betrifft: Armee offen für EU-Ausländer (EJZ vom 20. Juni)

Wie erfreulich, dass sich nicht genügend junge Deutsche dafür entscheiden, das Töten von Menschen zu lernen - trotz handfestester vorteilhafter Versprechungen - und eine zivile Ausbildung bevorzugen. Doch wie erschreckend und moralisch zweifelhaft ist die Absicht, die Bundeswehr für EU-Ausländer zu öffnen. Werden damit doch unsere militärischen Ambitionen vom Einsatz deutscher Staatsbürger abgekoppelt und auf Kosten anderer erweitert. Sicher gibt es viele junge Menschen aus den EU-Krisenländern ohne Arbeitschancen, die froh sind, bei guter Bezahlung und der Perspektive auf einen sicheren Arbeitsplatz irgendeine Ausbildung zu bekommen.

Vorbildlich wäre es, diese Angebote für eine Ausbildung im "zivilen Friedensdienst" (ZFD) zu machen. Dazu wäre der ZFD auch geeigneter bei einer "veränderten Bedrohungslage"; denn ein "Spiel mit den Muskeln" fordert einen vermeintlichen Gegner nur noch mehr heraus, seine Muskeln spielen zu lassen. Auch als Signal für eine "europäische Perspektive" sind aus den Bereichen Kultur, Sport weitaus sinnvollere Ansätze vorhanden. Armes Deutschland.

↔Ewis Storck, Belau

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