Online: 11.07.2016 - ePaper: 12.07.2016

Keine Gerechtigkeit

Betrifft: Nachwort zur Nominierung der Sportler des Jahres

Als Sportlerin, die über zwölf Jahre ohne Unterbrechung in Lüchow-Dannenberg mitmischte und drei Mal hintereinander einen Wanderpokal bekam, die begehrte Rennschnecke, und das Jahr davor den Laufcup und auch schon mal den Bikeshop-Cup gewonnen hat, kann ich nur sagen, dass es keine Gerechtigkeit bei der Nominierung zum Sportler des Jahres gibt. Etliche Tage Urlaub habe ich geopfert, weil ich bei der Conti in der Produktion arbeite und auch am Wochenende Schichtdienst habe. Was mich dann noch am meisten störte, dass viele Kollegen mich gefragt haben, warum ich nie nominiert worden bin. Viele wollten mich wählen, aber das ist halt schlecht ohne Nominierung.

Im vergangenen Jahr rief ein Arbeitskollege sogar bei der EJZ an und wollte den Grund wissen, warum ich in so vielen Jahren noch nie nominiert wurde. Darauf bekam er zur Antwort, wenn ich ein drittes Mal die Rennschnecke, den Wanderpokal für Vielseitigkeit im Ausdauersport gewinne, würde ich mit Sicherheit nominiert werden. Aber wie man sieht, ging ich wieder "leer" aus. Und aus diesem Grund boykottiere ich den Sport in Lüchow-Dannenberg, "nicht weil ich gesundheitlich angeschlagen" bin. Ich möchte nicht länger "veräppelt" werden und weiß auch gar nicht, wer etwas gegen mich hat. Auf alle Fälle habe ich keinem etwas getan. Vielleicht sitzt derjenige, der mir nicht gut gesonnen ist, in den eigenen Reihen beziehungsweise im eigenen Verein? Ich mache trotzdem weiter (Wasalauf, Hamburger Marathon und ein Highlight: der Brockenhalbmarathon).

Okay, das musste ich jetzt noch mal loswerden, das war mir sehr wichtig. Allen anderen Sportlern im Kreis wünsche ich für die kommenden Jahre Glück, auf das euch nicht dasselbe widerfährt.

↔Ingrid Gangloff, Hitzacker

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