Online: 20.07.2016 - ePaper: 21.07.2016

Atom-Hinterlassenschaften und Trinkwasser

Betrifft: Artikel "Zum ‚in die Tonne werfen'" und "Endlager-Weg steht" (EJZ von 1. Juli)

Atom-Endlagerkommission - neue Sicherheitsanforderungen. Also wird nicht mehr von einer Einlagerung von einer Million Jahre ausgegangen. Das menschliche Denken hat in dieser Sache göttliche Ausmaße angenommen. Die tektonischen Erdplatten, also die erkaltete Erdkruste, darunter kommt flüssiges Magma und unerforschte Materie, sind im Mittel etwa 30 km stark. Diese Platten driften jährlich mindestens zwei Zentimeter unter-, über- oder auseinander. In dieser Zeit wären das also mindestens 20 km. Schon einmal über die immerwährenden Veränderungen nachgedacht? Ist da etwa doch ein späterer ebenerdiger Zugang geplant?

Nun hat man doch Erfahrungen in Tschernobyl mit "heißen" Brennstäben und Beton gesammelt. Dann die Erfahrungen von acht Metern dickem Stahlbeton der Wolfsschanze aus dem 2. Weltkrieg. Meinetwegen auch dreimal so dicker Beton, mindestens zehn Meter aus dem Boden herausragend, damit ein Blinder noch fühlt, da ist etwas, das da nicht hingehört und im Schnellgang auch nicht herauszuholen ist. Diese Fläche könnte auch von Künstlern gestaltet werden. Die Ägypter hatten vor dem Öffnen der Grabkammern in den Pyramiden durch Hinterlassen von Schriften gewarnt. Trotzdem sind diese geplündert worden. Weitere weltweite Erkenntnisse der eventuellen Wiederverwendung widersprechen der Variante, die verbrauchten und zwischengelagerten Brennstäbe später in Glaskokillen einzuarbeiten. Nun bedenke man die weltweite Endlagerung der Atom-Hinterlassenschaften. Zum jetzigen Zeitpunkt wird das Ende der Fahnenstange von "Experten" so hoch angegeben, dass es nicht zu erreichen ist. Die Erkundung des Endlagers sollte man offenhalten. Im Steinsalz können Abfälle aus der Strahlenmedizin, Forschung und Industrie eingelagert werden. Ausgebeutete Bergwerke mögen den Abraum der stillgelegten Atomkraftwerke aufnehmen.

Anderes Thema: Die Übervölkerung des Planeten Erde hat verheerende Auswirkungen auf das Lebensmittel Wasser. Die größte Herausforderung der Menschheit ist folgende: Wie behält die aus dem Salzwasser (Ozeane) herausragende Erdkruste das durch Verdunstung und Niederschlag salzfreie Wasser im Boden? Verhinderung der Grundwasserabsenkung und Zurückhaltung des Regenwassers zum Zugang Salzwasser auf natürliche Weise wäre die Ideallösung. Diese Lösung ist aber nicht überall anwendbar. Das wäre ein großes Betätigungsfeld. In Deutschland ist es so: Das Wasser ist zum Waschen da. Auch zum Beregnen und für die Toilettenspülung wird es genutzt. Das Trinkwasser wird abgefüllt in Plastikflaschen beim Discounter eingekauft. Ich wundere mich schon die ganze Zeit, warum die Wasserverbände und die Medien sich nicht mehr für diese Aufklärung der Menschen einsetzen. Das Thema "saurer" Regen und Waldsterben hat sich schon von selbst erledigt.

↔Ingrid Bätge, Saaße

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