Online: 20.07.2016 - ePaper: 21.07.2016

Mediale Hirnwäsche

Betrifft: USA gegen Russland

"Die Vereinigten Staaten von Amerika sind bereit für einen Krieg gegen Russland in Europa..." Diese Information erhielt das US-Repräsentantenhaus der Streitkräfte bereits am 26. Februar 2016 vom General der US Air Force, Philip M. Breedlove. Wer es Ende Februar noch nicht glauben wollte, dem wird so allmählich unwohl. Während Europa Fußball schaut, marschieren NATO-Truppen nahe der russischen Grenze auf. Von der Verteidigungsministerin von der Leyen als "Vorne-Präsenz" bezeichnet.

Jetzt also Russland. Ein Staat, der nur über einen Bruchteil des Militärbudgets der NATO verfügt, möchte sich nun angeblich mit diesem übermächtigen Gegner anlegen. Politik und Nachrichten arbeiten fleißig daran, Russland als aggressiven und kriegslüsternen Nachbarn aufzubauen. Die mediale Hirnwäsche läuft auf Hochtouren, es wird manipuliert und desinformiert. Man sorgt für Akzeptanz in der Bevölkerung.

Doch warum das ständige Säbelrasseln der Vereinigten Staaten und seiner NATO-Partner? Jeder, der sich mit Geopolitik beschäftigt, weiß, dass nur wenig so ist, wie es scheint. Militärische Auseinandersetzungen wurden und werden stets um Geld oder Rohstoffe geführt. An dieser Stelle möchte ich Ernst Wolff, Journalist und Autor, zitieren: "Alle Kriege sind Bankerkriege". Der Finanz-Tsunami nimmt seinen Lauf. Krieg als Option.

Möglicherweise wird es für völlig überschuldete Staaten zunehmend schwieriger, das kranke verzinste Geldsystem am Leben zu erhalten. Jeder, der sich über billige Kredite freut oder als Anleger über Null- und Minuszinsen ärgert, sollte auch über die Ursache nachdenken. Alle Informationen sind auch abseits von Springer und Bertelsmann in anderen Medien frei verfügbar. Man muss sich nur selber bemühen.

PS: Meine Kritik richtet sich gegen TV und Massenmedien. Die EJZ lese ich - abgesehen vom übernommenen Politikteil - gern.

↔Heike Lemke,

↔Dannenberg

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