Online: 11.08.2016 - ePaper: 12.08.2016

Schilda lässt grüßen

Zum Zustand der Lüchower Kommunalpolitik

Der Schweinehirt von Schilda entwickelte den Plan, ein dreieckiges Rathaus zu bauen und der Rat der Schildbürger nickte ab. Nach der Fertigstellung stellte man fest, dass es innen stockdunkel war. Nach dem fünften Glas Bier kam man auf die Idee, Licht wie Wasser ins neue Rathaus zu tragen. Hurra riefen die "Schildbürger" und schaufelten den Sonnenschein in Eimer und Kessel und schütteten das "Licht" ins Rathaus. Als auch das kein "Licht ins Dunkel" brachte, deckte man kurzerhand einfach das Dach ab. Jetzt war es tatsächlich hell aber leider - oh Wunder - regnete es plötzlich rein. Dass man die Fenster vergessen hatte, fiel keinem auf.

Hier lassen sich gewisse Parallelen zwischen Schilda und dem jetzigen Lüchower Rat mit seinem Bürgermeister Schwedland ziehen. Neben vielen, vielen weiteren "hervorragenden" Fehlentscheidungen, lässt die jetzige Verwaltungsspitze in 2011 die Grundschulhalle monatelang für mehrere Millionen Euro mit Steuergeldern sanieren, natürlich aber ohne sich gleichzeitig über die in 2011 geänderten Bedingungen für Brandschutz- und Elektroinstallation zu informieren. Noch nicht einmal eine Anfrage beim Lüchower Bauamt oder einfach nur die neusten Bestimmungen zu lesen, hielt man für nötig. Stattdessen wird die Halle jetzt wieder für mindestens ein Jahr geschlossen und noch einmal für zusätzliche und vermeidbare weitere Millionen saniert.

Dass eine ordnungsgemäße komplette Sanierung in 2011 günstiger gewesen wäre als nun wieder von vorne anzufangen, dürfte wohl jedem klar sein. Und dann noch die Frechheit der Rechtfertigung, dass man 2011 das Geld nicht gehabt hätte, aber gleichzeitig sagt, jetzt in 2016 müsse man einen Kredit aufnehmen. Will man die Bürger eigentlich für völlig dumm verkaufen? Das alles geht auf keine Kuhhaut mehr. Bei dem, was die Ratsleute und der Bürgermeister Schwedland verzapfen, stellen sich mir die Nackenhaare auf. Da fällt es schon gar nicht mehr ins Gewicht, wenn der Bürgermeister Schwedland persönlich 30 Dokumente mit falschen Daten unterschreibt, ohne scheinbar auch nur ein einziges zu lesen und auch noch nachweislich fälschlicherweise behauptet, die Formulare hätte er gar nicht ausfüllen müssen.

Münchhausen war ein Waisenknabe gegen diese Aussagen. Ich möchte gerne wissen, welche Bauverträge oder sonstige Verträge Herr Schwedland, ohne sie überhaupt richtig zu verstehen und ohne zu lesen, sonst noch unterschrieben hat und in Zukunft unterschreiben wird. Für mich steht fest, kein Wunder wenn Millionen an Steuergeldern der Lüchow-Dannenberger Bürger völlig sinnlos und ohne Verstand verplempert werden und anderswo nicht genutzt werden können. Es wird Zeit, dass im Rat Leute sitzen, die zumindest wissen, was ein Stein, ein Wasserrohr, eine Stromleitung ist, und lesen, was sie unterschreiben. Unser Bürgermeister Schwedland mit seinem jetzigen Rat hat in den letzten Jahren kläglich versagt. Das muss sich dringend ändern.

Peter Triebe, Lüchow,

Vorsitzender der Wählergruppe "Wir Fürs Wendland"

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