Online: 18.08.2016 - ePaper: 19.08.2016

Unterschriften: Anklage im Jenseits

Zu: "Unterschriften gegen Maststall" und "Ein Hähnchen zu rupfen", EJZ vom 4. August

Er kann die Aufregung nicht nachvollziehen. Wer? Der Unternehmer zur industriellen Erzeugung von Schlachttieren in Teplingen. Bauer mag ich ihn nicht nennen. Er folgt dem Ruf des Marktes. Das bedeutet: Er trägt die Verantwortung dafür, dass bei einer Kapazität von knapp 80000 Plätzen schon vor der Mast 40000 von ihnen lebendig geschreddert werden (die männlichen nämlich) und dass die übrigen ihr kurzes Dasein unter Bedingungen erdulden, die jede Achtung vor ihnen als Lebewesen vermissen lassen. Das ist "tierunwürdig" und der Veranstalter dieser Qual handelt menschenunwürdig.

Die Seelen von einigen Millionen Mitlebewesen werden ihn in einem jenseitigen Dasein anklagen. Aber er folgt nur dem Ruf des Marktes, tanzt seinen kapitalistischen Tanz um das goldene Kalb. Merke: Wo der Markt ruft, ist die Moral im A....!

Werner Zillig, Lomitz

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