Online: 23.08.2016 - ePaper: 24.08.2016

Breitband- oder Schmalspurdenken?

Betrifft: Artikel "Das große Klagen" (EJZ vom 12. August)

Jahrelang hat keine der großen Telekommunikationsfirmen irgendein Interesse an der Versorgung Lüchow-Dannenbergs mit schnellem Internet gezeigt. Nun hat sich der Landkreis endlich aufgerafft und unter großem Einsatz die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass fast alle Haushalte mit modernster Glasfasertechnik bis zur Haustür versorgt werden könnten. Die Gemeinden, so zum Beispiel auch der Karwitzer Gemeinderat, haben die Aufgabe des Ausbaus formell an den Landkreis übertragen.

Inzwischen ist die Telekom aufgewacht und möchte wohl vermeiden, dass ihr - wie schon bei der Vergabe der UMTS-Lizenzen - andere den Kuchen wegschnappen.

Durchaus clever bietet sie an, bestimmte Teilgebiete, in denen sich viele Haushalte befinden, sehr bald mit schnellerer Technik zu versorgen, die allerdings kaum zukunftsfähig sein dürfte. So auch Teile (!) der Gemeinde Karwitz.

Tatsächlich gibt es Menschen, die diesem Lockruf erliegen und nur ihre kurzfristigen persönlichen Interessen sehen. Was aber ist mit all den anderen in unserem (!) Landkreis, die nicht das "Glück" haben, im grobmaschigen Netz der Telekom zu landen? Die ehrgeizigen Planungen des Landkreises wären dann wohl gescheitert und weite Teile der Bevölkerung würden weiter im "Tal der Anschlussarmen" verbleiben.

Es bleibt zu hoffen, dass die Gemeinden sich als Teil des Landkreises verstehen und weiterhin zu ihren Beschlüssen stehen und damit dazu beitragen, dass wirklich (fast) alle Menschen hier vom Zukunftsnetz profitieren können.

↔Herbert Schaper-Biemann,

↔Karwitz

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