Online: 26.09.2016 - ePaper: 27.09.2016

Jeder kann helfen, geschädigte Bäume zu finden

Betrifft: Bäume an Straßen, Fahrrad- und Fußwegen

Früher hat man vielleicht Baumsetzlinge aus Gärtnereien/Wäldern an Straßenränder, neben Häuser gepflanzt, aber nicht daran gedacht, dass diese Bäume größer werden. Das gleiche gilt für Bahngleise, wo früher Schneisen waren, ist es jetzt zugewachsen. Je höher die Bäume werden, desto schwerer wird es, sie zu fällen oder mit Hebebühnen abzubauen; beides ist teuer, die Hebebühnen einsetzen genauso wie die Bäume stehen lassen, und sie fallen dann auf ein Haus/Gleise/Straßen. Wieso gibt es eigentlich Buchen und Eichen an Radwegen? Diese Baumfrüchte sind nicht ungefährlich.

Fragen Sie mal bei Baumschulen vor Ort oder/und suchen im Internet kleine Bäume. Bei www.garten-treffpunkt.de sowie einer Datei des Umweltamtes der Stadt Bielefeld werden Bäume gelistet, nicht höher als neun Meter; es gibt auch ganz niedrige Koniferen. In Japan wurden früher die Obstbäume in zwei Reihen nebeneinander gepflanzt und die Spitzen der Bäume zusammengebunden, man ging darunter längs und pflückte ohne Leitern.

Man könnte an Gleisen, Straßen, neben Häusern niedrige Bäume oder Büsche pflanzen und hohe Bäume entfernen. Vielleicht wäre es wichtig, jetzt bei Extrem-Wetterlagen so zu handeln beziehungsweise auch Flüchtlinge aus Ländern mit hohem Wüstenanteil im Baumschulbereich auszubilden. 2016 gab es wenig Regen, seit drei Jahren gab es kein Hochwasser, und die Privatgärten nehmen auch Grundwasser, daher Bäume nicht zu dicht pflanzen, oder fällen?

Bäume als Einzelexemplare wachsen zu lassen oder zur Verhinderung unklarer baulicher Großvorhaben zu retten, macht Sinn. Vor Baumfällungen gibt es die Möglichkeit, sich bei dem Baum zu bedanken. In Prisser sah ich einen Zaun, der eine Gebäude-Stadt-Kulisse darstellt. In Thüringen fand ich eine Allee, bei der die Kronen der Bäume gekappt wurden, um von Künstlern die Stämme zu Skulpturen bearbeiten zu lassen. Für den englischen Turner-Kunst-Preis hat mal ein Teilnehmer ein Haus mit goldener Farbe angemalt, bevor es dann abgerissen wurde. Die nachhaltige Bestimmung des Holzes liegt neben der Kunst im Haus-Modell-Möbel-Bau und Brennholznutzung.

Die Umwandlung von zum Beispiel Kiefern-Tannen-Forsten in Misch-Wälder kann man machen, aber der Geruch von Kiefern und Tannen soll eine Heilkraft haben und ist einfach belebend und schön zu genießen. Mischwälder haben auch ihren Reiz, aber eher in Farben und Form.

Die Kontrolle von Bäumen liegt vermutlich beim Grundstücksbesitzer/Gemeinde/Stadt/Bundesland. Allerdings kann das vielleicht auch jeder interessierte Mensch mit Beobachtung von Allgemein- Ast-Blatt-Zustand machen. Gegen den Baum treten und den Klang deuten auf gesunden und hohlen Stamm, muss man wohl lernen. Jeder kann so helfen, gefährliche/geschädigte Bäume zu finden und zu melden. Es geht allerdings meist nur zu Fuß oder mit dem Rad.

Franziska Bork, Dannenberg

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