Online: 26.09.2016 - ePaper: 27.09.2016

Noch Luft nach oben

Betrifft: Artikel "Nitratlast im Grundwasser" (EJZ vom 17. September)

So, der Anteil der Messstellen mit einem Nitratgehalt über dem gesetzlichen Grenzwert lag bei 18,1 Prozent in Deutschland. Na, da is' aber noch Luft nach oben. Und wenn wir oben angekommen sind, erhöhen wir den Grenzwert. Der Wirtschaft, also auch der Landwirtschaft, muss geholfen werden. Der Landhandel verdient ja schließlich mit der Gülle ordentlich Kohle. Schade, dass der Gestank in der Landschaft nicht auch noch zu Geld zu machen ist (entsprechende Vorschläge/Patente bitte beim Bauernverband einreichen, Parfümindustrie vielleicht?). Die Lobbyverbände, gepaart mit zu kurzem Denken, dieses ummantelt mit Uneinsichtigkeit, sorgen dafür, dass wir in ziemlich naher Zukunft kein einigermaßen unbelastetes Wasser mehr haben werden. Aber wir haben ja die Technik. Dann bauen wir Wasserreinigungsanlagen. Das bringt auch wieder Geld, jedenfalls solange, bis die Chinesen die Firmen nicht aufgekauft haben. Aber bis dahin haben wir was anderes in die Bredouille geritten, mit dem wir dann auch wieder... Immer schön nix an der Ursache arbeiten, immer schön an den Auswirkungen herumwurschteln. Und um Gottes willen nix machen, was einem Herz und Verstand sagen. Ehe ich's vergesse: Im November ist wieder Angrillen für die Wintersaison. Schon mal die Mango-Asphalt-Zwiebel-BBQ-Sauce probiert?

Dojan R. Pahl, Hitzacker

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