Online: 07.10.2016 - ePaper: 08.10.2016

Keine Abschottung

Betrifft: Leserbrief "Abschottung im Klassenraum" von Claudia Huck (EJZ vom 18. August)

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Leider hat Frau Huck sich von einem Bild dazu hinreißen lassen, Dinge falsch zu interpretieren und dazustellen. Sie schrieb, Vereinzelung und Abschottung der Kinder sei das Ziel. Doch das ist nicht richtig. An jedem Morgen vor Unterrichtsbeginn gibt es einen Morgenkreis, bei dem Erlebnisse und Neuigkeiten berichtet sowie Geburtstagskinder beglückwünscht werden. Sie schreibt von fehlenden Idealen wie Integration und gegenseitiger Hilfe. Auch hier muss ich widersprechen. In jeder Lernlandschaft gibt es einen separaten Gruppenraum, in dem die Kinder in Kleingruppen Themen bearbeiten und sich unterstützen. Außerdem sind in der Grundschule Förderschullehrer und acht Integrationshelfer tätig. Des weiteren schrieb Frau Huck, dass sich der Leistungsdruck in den Möbel wieder finde. Doch zum einen arbeiten die Kinder nur 20 Minuten an den Arbeitsplätzen und zum anderen arbeitet jedes Kind in seinem eigenen Tempo, ohne Leistungsdruck. Frau Huck berichtete von Stühlen mit Rollen, die kostentreibend und bewegungsunfreundlich sein sollen. Auch dies ist aus der Luft gegriffen. Die Stühle wurden eigens für diese Schule entwickelt, sind nicht teurer als "normale Stühle" und werden gut von den Kindern angenommen.

Um ein Bild von dieser neuen Schule zu bekommen, gab es am 17. September einen Tag der offenen Tür (Einweihungsfest) für jedermann. Ich freue mich, dass mein Sohn und viele andere Kinder mit Freude in die Schule gehen, was auch an den engagierten Lehrern und der familiären Atmosphäre liegt.

↔Carsten Lemme, Bülitz

↔Elternratsvorsitzender

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