Online: 13.10.2016 - ePaper: 14.10.2016

"Absolute Behördenwillkür"

Zu: "Ein Cent auf Rechnung", (EJZ vom 21. September)

Den Artikel des mir bis dahin unbekannten, aber von anderen Artikeln her recht objektiv wirkenden EJZ-Redaktionsleiters Benjamin Piel kann ich so einfach nicht stehen lassen. Man sollte bei der Wahrheit bleiben, auch nach Rücksprache mit dem Samtgemeinde-Bürgermeister Schwedland. Wenn man dieses nicht will oder darf, sollte man es ganz lassen. Schon die Überschrift entspricht nicht der Wahrheit, denn sie müsste heißen: "Für einen Cent eine Mahnung". In der Unterzeile geht es weiter: Ich bin nicht sauer, dass die SG Lüchow einen Mini-Betrag einfordert, sondern wie, und weder habe ich auf- noch abgerundet. In drei Vierteln des Artikels geht es darum, dass ich hoffte, dass die SG Lüchow diesen einen Cent vergisst, dabei habe ich bis Erhalt der Mahnung nicht einmal bemerkt, dass ein Cent fehlt. Auch die Behauptung über die nicht gezahlte Hundesteuer ist eine Lüge. In welche Ecke werde ich gestellt - ganz im Sinne der Samtgemeinde Lüchow?

Und jetzt zur Erklärung: Jeder jährliche Grundsteuer-B-Bescheid ist in vier Abschlagszahlungen aufgeteilt, am 15. Februar (67,18 Euro), 15. Mai (67,18 Euro), 15. August (67,18 Euro) und am 15. November (67,17 Euro). Es passt finanziell halt nicht anders. Als ich den Betrag für den Februar überweisen wollte, hatte ich wohl die Überweisungsdurchschrift vom 15. November, die auf den Betrag von 67,17 Euro lautete, zum Ausfüllen benutzt, das war ein fataler Fehler. Am 1. Juli war die Hundesteuer von 15 Euro fällig, die ich laut Überweisungsträger am 7. Juli überwiesen habe, am 8. Juli auf dem SG-Konto gebucht wurde. Beim Ausfüllen des SG-Kontos ist mir ein Zahlenfehler unterlaufen, den aber die netten Damen und Herren der Sparkasse sofort erkannt und korrigiert hatten, sonst wäre der Geldbetrag auf dem Samtgemeindekonto ja gar nicht erschienen. Zu meiner Verwunderung wurde der Betrag am selben Tag ohne jegliche Begründung als Gutschrift auf mein Konto zurücküberwiesen worden. Ich habe die Hundesteuer am Mittwoch, dem 10. August, nochmal überwiesen. Laut Kontoauszug wurde der Betrag am 12. August auf dem SG-Konto verbucht. Am Montag, dem 15. August, wurde die Mahnung geschrieben.

Da ich keine Veranlassung für eine Mahnung für die Hundesteuer sehe und für 0,01 Euro keine Mahnung geschrieben wird, sehe ich auch keinen Grund, die 3,01 Euro (Mahngebühr plus Versäumnisgebühr plus 0,01 Euro) zu bezahlen. Den 0,01 Euro-Betrag habe ich am 8. September überwiesen. Ich hatte die Dame von der Sparkasse informiert, dass es so seine Richtigkeit hat und nicht annahm, es wäre ein Scherz. Was das Sparkassen-Personal in Uelzen dazu sagte, möchte ich lieber nicht wiederholen. Ich habe die bittere Erfahrung machen müssen, dass die SG Lüchow keine Grundlagen für ihr Handeln braucht - sie behauptet einfach. Für mich absolute Behördenwillkür!

↔Melitta Alves, Schnega

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