Online: 13.10.2016 - ePaper: 14.10.2016

Kostendeckende Prävention?

Betrifft: "Das Spektrum wird kleiner" (EJZ vom 7. Oktober)

Wir als Partnerbetrieb der Jugendwerkstatt Küsten in Zebelin sind sprachlos, dass eine seit 30 Jahren sinnvolle und zum Teil höchst erfolgreiche Einrichtung geschlossen werden soll. Wir kooperieren seit Jahren mit der Jugendwerkstatt. Wir stellen Werkstücke der Jugendwerkstatt aus, bieten Möglichkeiten von Praktika für die Teilnehmer und stehen dadurch in einem zum Teil regen Austausch mit Mitarbeitern sowie Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Was passiert nun mit den Jugendlichen, die sonst durch jedes Raster fallen, weil sie entweder keinen Schulabschluss haben oder Drogen- beziehungsweise psychische Probleme haben? Wer gibt ihnen wie jetzt in der Jugendwerkstatt Küsten eine geregelte Tagesstruktur, wer gibt ihnen wie in der Jugendwerkstatt das Gefühl, ein Zuhause zu haben, und wer will die Jugendlichen so unterstützen, wie es in der Jugendwerkstatt Küsten 30 Jahre lang geschehen ist? Als Grund der Schließung wird angegeben, dass die Jugendwerkstätten Küsten und Dannenberg "ein Minus" machen. Müssen soziale Projekte, die präventive Arbeit leisten, kostendeckend arbeiten? Die Frage ist: Wäre es nicht bei frühzeitiger Verhandlung mit dem Kostenträger möglich gewesen, die Jugendwerkstatt zu erhalten?

↔Marion Rabe und Dorothee Rabe-Ostwald, Pfoten & Co., Lüchow

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