Online: 24.10.2016 - ePaper: 25.10.2016

Rosinen-Bomber für Afrika

Betrifft: Hunger in Kriegsgebieten und Auswanderungsländern stillen

Als einer, der die Berliner Luftbücke noch belastend laut erlebt hat, als Anlieger der Luftbrückenleitstelle in Nebenstedt, aber weiß, dass schon 1950 die Bevölkerung einer Millionenstadt (West-Berlin) über ein Jahr am Leben gehalten werden konnte, so erlaube ich mir, darauf hinzuweisen, dass es auch heute noch möglich sein muss, Millionen Menschen in gefährdeten Gebieten mit Nahrung zu versorgen. Man muss nur Nahrung in konzentriertester Form, in erster Linie Zucker - daher Rosinen-Bomber - in die Hungergebiete fliegen. Wenn man auch den Mangel an Süßwasser behebt, um schnellwachsende Salatpflanzen zu produzieren, wäre nicht nur der Hunger in Kriegsgebieten zu stillen, sondern auch in vielen Auswanderungsländern. Stattdessen propagiert ein großer Teil der Medien und der Politik, den Verbrauch und die Produktion von Zucker einzuschränken. Später werden dann Schreckensbilder im Fernsehen die Folge sein. Übrigens: Die leider selten publizierten wissenschaftlichen Berichte der UNO sagen aus, dass die Sauerstoffproduktion von einem Hektar Zuckerrüben größer ist als von einem Hektar Mischwald. Auch spricht die UNO von der Notwendigkeit der Aufforstung der Wälder. Die Fachleute haben wahrscheinlich nur Wälder vor Augen, die zum Beispiel nur 80 Bäumen haben oder viel Faulgase produzieren. Die deutsche noch kleinstrukturierte Forstwirtschaft kann nicht gemeint sein. Und man sollte sich hüten, daran etwas zu ändern.

↔Hans-August Maatsch,

↔Gümse

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