Online: 04.11.2016 - ePaper: 05.11.2016

Reisepläne ruiniert

Betrifft: Erfahrung mit der Deutschen Bahn

Unter den Folgen der Strategie der Leitung des Staatsunternehmens Bahn hatte ich gerade wieder mal zu leiden: Auf der Hinfahrt wollte ich mit dem Zug von Uelzen nach Lauda über Hannover und Würzburg. In Hannover kam ich pünktlich an, leider aber fuhr der ICE mit einer halben Stunde Verspätung dort ab. In Folge verpasste ich den Anschluss-Zug in Würzburg. So dauerte die Fahrt ungefähr die gleiche Zeit, die ich auch ohne den teuren ICE-Aufschlag im Zug verbracht hätte. In Summe war ich eine Stunde später als vorgesehen am Zielort.

Auf der Rückfahrt - diesmal von Kassel - nach Uelzen gab es wieder ein ICE-Problem. Angeblich 30 Minuten Verspätung. Was dann aber mit 35-minütiger Verspätung in Kassel abfuhr, war keineswegs ein ICE, sondern allenfalls ein IC, der zudem auch schon deswegen dringend einer Wartung bedurft hätte, weil einige Türen sich schlecht oder gar nicht öffnen ließen. Wiederum habe ich den Anschluss-Zug verpasst und habe mindestens eine Stunde länger gebraucht.

Was nützen Fahrpläne und Hochgeschwindigkeitszüge, wenn ausgerechnet die theoretisch schnellsten Züge am häufigsten wegen fehlender Lokführer oder unzureichender Wartung den Reiseplan ruinieren? Die Deutsche Bahn hat für den Herrn Pofalla einen neuen hochdotierten Direktorenposten geschaffen; meiner Meinung nach wäre Pofallas Einkommen wesentlich besser bei Lokführern und Wartungspersonal angelegt.

↔Detlef Kober, Riebrau

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