Online: 25.11.2016 - ePaper: 26.11.2016

Megaställe gefördert

Betrifft: Leserbrief "Industrielle Massentierhaltung ist ein Irrweg" von Johann E. P. Strauß, Leisten (EJZ vom 19. November)

Klage wie eine Ohrfeige! Zwei Dinge möchte ich gerne hinzufügen.

1. Dort, wo die Nitratbelastung schon heute den Grenzwert überschritten hat, ist Hopfen und Malz verloren. Gülle braucht je nach Beschaffenheit der Erdschichten fünf bis zehn Jahre, bis sie das Grundwasser erreicht. Und niemand kann diesen Prozess aufhalten.

2. Über Jahrzehnte wurde der Bau von Megaställen nicht nur genehmigt, nein, er wurde von der EU kräftig gefördert. Wenn ich richtig informiert bin, sind es auch heute noch 15 Prozent der Bausumme. Man hat die Produktion von Gülle großzügig subventioniert, um jetzt zu klagen und Bußgelder in Milliardenhöhe zu verhängen. Manchmal kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass wir aus Brüssel von offensichtlich geistig Zurückgebliebenen regiert und verwaltet werden.

↔Rolf Draeger,

↔Hitzacker

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