Online: 25.11.2016 - ePaper: 26.11.2016

Gesundheit ist kein vollgestempelter Impfpass

Betrifft: Artikel "Niedrige Quoten, höheres Risiko" und Editorial von Benjamin Piel (EJZ vom 15. November)

Wieder einmal schreibt Benjamin Piel über Dinge, die er nicht wirklich verstanden hat. Das wäre nicht schlimm, hätte er nur nicht diesen unsäglichen Kommentar geschrieben und Leute diffamiert, die sich im Gegensatz zu ihm wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Warum lässt ihn die EJZ eigentlich immer wieder seine halbgaren Gedanken ins Blatt bringen? Bloß, weil er für einen Artikel mal einen Preis gewonnen hat? Gibt es denn niemanden in der Redaktion, der es besser kann?

Es geht doch nicht darum, von anderen zu profitieren, einen "Herdenschutz" auszunutzen. Was hilft es, wenn unsere Kinder nie auch nur ein bisschen krank werden? Unser Immunsystem braucht auch Auseinandersetzung, braucht Training, um stark zu werden, um auf Erfahrungen später zurückgreifen zu können. Nein, ich meine nicht Wundstarrkrampf oder Polio, sondern Windpocken und Mumps. Durch Impfungen werden die natür-lichen Barrieren des Immunsystems umgangen und Stoffe direkt in den Körper eingebracht. Das kann sinnvoll sein, doch können neben gewünschten Effekten auch andere Reaktionen auftreten. Da braucht es ein ganzheitliches Verständnis für Zusammenhänge, genaue Beobachtung der Folgen und Ehrlichkeit bei der Bewertung.

All das findet man bei der STIKO (Ständige Impfkommission) nicht. Sie trägt nicht dazu bei, ein ausgewogenes, abwägendes und ehrliches Urteil über Impfungen zu fällen. Neben der Durchsetzung mit Vertretern der Pharmaindustrie ist es vor allem auch die mechanistische, eindimensionale Denkweise, die in diese Sackgasse geführt hat: Krankheit im Kindesalter ist immer schlecht und muss weg-gemacht werden, wie harmlos sie auch manchmal sein mag.

Dank der STIKO wuchs in Deutschland die Zahl der Impfdosen im 1. Lebensjahr seit 1972 von einer auf 34. Parallel dazu explodierte die Zahl chronischer Erkrankungen bei Kindern, vor allem Allergien, Infektanfälligkeit und AD(H)S. Als Ursache stark im Verdacht sind Zusatzstoffe, vor allem die aluminiumhaltigen Wirkverstärker. Diskussion darüber? Forschungs-Studien? Bei der STIKO nicht, immer weiter so.

So ein generelles und unkritisches Ja zum Impfen ist unverantwortlich. Ein generelles Nein kann es aber auch sein, denn das Thema Impfen ist so komplex, dass man wirklich für jede einzelne Impfung differenziert hinterfragen muss: Wie groß ist die Gefahr von Nebenwirkungen? Steht sie im Verhältnis zum gewünschten Effekt? Zu welchem Lebenszeitpunkt besteht die geringste Gefahr? Ich empfehle allen Interessierten das Buch: Impfen pro und contra von Dr. Martin Hirte oder die Webseite impentscheid.eu

Und 400 Maserntote weltweit pro Jahr: Wo denn, in welchen Ländern? Ein einziger davon in Deutschland? Unter welchen gesundheitlichen Umständen? Sauberes Wasser, genug und gesundes Essen? Medizinische Grundversorgung? Wichtig für die Gesundheit ist doch nicht ausschließlich ein vollgestempelter Impfpass.

↔Oliver Rausch,

↔Krummasel

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