Online: 25.11.2016 - ePaper: 26.11.2016

Ideenlos und ohne Konzept

Betrifft: Bürgermeisterwahl in Küsten

Der Beobachter der Küstener Kommunalpolitik dürfte bei dem vieljährigen Bürgermeister Dieter Michaelis zum Schluss gekommen sein, dass ein historischer Tiefstand erreicht sein müsste. Seine Politik war getragen von Unfähigkeit, Günstlingswirtschaft sowie Kreativ- und Konzeptlosigkeit. Nach einer kurzen Phase des aktiven Beseitigen von Errungenschaften der Gemeinde zu Beginn seiner Amtszeit - Beendigung der Patenschaften mit dem Panzerbataillon in Lüneburg und mit dem russischen Segelschulschiff MIR, Aufgabe des Dorfgemeinschaftshauses in Lübeln sowie der Liquidierung des beliebten Bürgervereins mit seinen Aktivitäten - erleben wir nun seit über zwei Jahrzehnten eine Epoche der Verwaltung des Stillstands mit Bier- und Würstchenbude als maximale Hochkultur. Die jetzige Bürgermeisterwahl lässt aber noch Schlimmeres befürchten. Stellen sie sich jemanden vor, der das obige Fähigkeitspotenzial mit seinem kommunikationsunfähigen, rücksichtslosen und Gesetze ignorierenden Verhalten noch ergänzt. Diese Eigenschaften durften Anwohner des Granstedter Weges über Jahre intensiv genießen. Dieser Kandidat wird nun von der Mehrheit des Gemeinderats einer Dörfergemeinschaft, als Vertreter der wählenden Bürger, zum Bürgermeister gekürt. Das ist Schilda-Küsten im Spätherbst 2016. Zumindest der Unterhaltungswert steigt enorm. Küsten hätte so viel Potenzial. Aber bei der Dauertief-Personalausstattung ist kein Ende der Ideen- und Konzeptlosigkeit absehbar. Aber jedem seine Chance. Die Latte hängt hoch, zumindest Bier- und Bratwurstbude müssen erst mal getoppt werden.

↔Peter Seide, Küsten

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