Online: 02.12.2016 - ePaper: 03.12.2016

Richtig oder gar nicht

Betrifft: Gallusmarkt in Hitz-acker

Alle Jahre wieder. Wo nun der Wahlkampf mit seinem Getöse und den nie zu haltenden Versprechungen beendet ist, möchte ich ein Thema aufgreifen, über das vor Kurzem in der EJZ berichtet wurde. Es ging mal wieder um den zum Tode verurteilten Gallusmarkt in Hitzacker. Es war zu lesen: "Vertrag mit Schaustellern gekündigt" und "Bürger können sich an neuen Ideen beteiligen" (frei zitiert).

Nun ist es spannend, dass im Prinzip genau dasselbe vor wenigen Jahren davor und davor schon einmal berichtet wurde. Immer ging es eigentlich darum, bessere Konditionen für den Schaustellerverband herauszukitzeln, doch immer schlechter wurde der Markt. Ich möchte daran erinnern, dass es in der nun schon vorletzten Legislaturperiode einen sehr engagierten, vom Sozialausschuss der Stadt ins Leben gerufenen Arbeitskreis zu diesem Thema gab. Dieser war gut mit Menschen besetzt, die erstens etwas für Hitzacker erreichen wollten und zweitens gut in der Szene der Marktbeschicker vernetzt waren. Dieser Kreis hatte ein gutes, fertiges Konzept erarbeitet, was dann aber vom Verband in der Luft zerrissen wurde und vom Ausschuss auch nie so gefordert wurde.

Zeitgleich fanden damals schon Verhandlungen statt, die eine Kooperation eh ad absurdum geführt hätten. Die Mitglieder des Arbeitskreises fühlten sich reichlich verhohnepiepelt. Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass der damalige Vertreter der Schausteller mitteilte, dass er gar nicht an einer Steigerung des Publikums interessiert sei. Wie dem auch sei, damals wie heute wurde das "Gespenst" durchs Dorf getrage: "Dann fällt der Gallusmarkt eben aus". Nun wieder dasselbe, nur diesmal sollten die Bürger innerhalb von zehn Tagen Vorschläge einreichen. Aber nicht mal diese Frist wurde abgewartet, um schon wenige Tage später von einem Ergebnis mit einem neuen Schausteller zu berichten. Was läuft hier falsch?

Liebe Verantwortliche, kaum einer will diese Mini-Kirmes! Viele wollen einen Bauern- oder Kunsthandwerkermarkt mit inkludierter Kirmes. Egal wie, seid einfach ehrlich. So, wie es ist, wollen es die meisten Bürger nicht, und so, wie die Bürger es möchten, wollt Ihr oder könnt Ihr es nicht machen. Also? Bitte verspielt nicht noch einmal das Engagement von bemühten Bürgern, denn die werden auch immer weniger. Macht es richtig oder macht es gar nicht - ein "Weiter so" ist überflüssig.

Alexander Ottavio, Hitzacker

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