Online: 09.12.2016 - ePaper: 10.12.2016

Pädagogen ohne Rückgrat

Betrifft: Artikel "Schule will Rechtsradikalen nicht" (EJZ vom 30. November)

Bei dem Artikel ist mir die Hutschnur geplatzt. Den Gegenpol zu bilden, zu dem, was die Eltern vorleben, wäre eine wichtige Erziehungsaufgabe gewesen, um rechtem Gedankengut zu begegnen. Leider nicht wahrgenommen. Ein Armutszeugnis für Verantwortliche und eine pä-dagogische Bankrotterklärung. Rechtes Gedankengut muss mit aller Macht bekämpft werden. Aber jeder hat in unserer Demokratie das Recht, seine Ansichten zu äußern. Man nimmt das Kind in Sippenhaft und ihm die Chance, Demokratie frei zu erleben. Vielleicht auch die Chance, als Erwachsener in einen guten Dialog mit seinen Eltern zu treten. Das Konzept von Rudolf Steiner und sein Drang nach sozialer Gerechtigkeit und Unabhängigkeit, von der sozialen Herkunft Schüler aufzunehmen, wurde mit Füßen getreten. Pä-dagogen, denen das Rückgrat fehlt, rechtem Gedankengut mit konzeptionellen Inhalten der Schule entgegenzutreten, sollten nicht im Schulalltag aktiv sein.

Christiane Maatsch,

Wibbese

^ Seitenanfang