Online: 09.12.2016 - ePaper: 10.12.2016

Gequatsche von Obergrenze

Betrifft: "Zurück an den Fleischtöpfen" (EJZ vom 1. Dezember)

EJZ-Redaktionsleiter Jens Feuerriegel hat wie ein PR-Berater der CDU einen wunderbaren Artikel über den Neuanfang jener Partei in der Kreispolitik Lüchow-Dannenbergs verfasst. Vor allem die Fotos von den Herren zeigen in der Tat den künftigen Zustand der CDU im Kreisverband Lüchow-Dannenberg. Ich bin auch schon ein alter Sack, aber ziemlich überzeugt davon, den dort abgebildeten Personen auf dem Sportplatz davonlaufen zu können. Eine derartige Anzahl von Spaßbremsen müssen SPD und Grünen erst einmal aufbringen.

Wer wählt eigentlich noch CDU, wenn die alten Muttis, die noch an Jesus glauben, weggestorben sind. Obwohl ich Mutti Merkels Politik gar nicht so schlecht finde. Sie hat zumindest versucht, die Partei von den - die Amerikaner nennen sie Rednecks - hinweg mehr in die Mitte des politischen Spektrums zu bringen. Dagegen sieht Herr Seehofer ziemlich dümmlich aus.

Ich mag auch nicht noch mehr Millionen von Flüchtlingen in Deutschland. Aber was soll das dämliche Gequatsche von einer Obergrenze? Hat er keine Juristen? Wo steht im Grundgesetz etwas von einer solchen Obergrenze? Ich gönne ihm deshalb bei der nächsten Landtagswahl mindestens 30 Prozent der Stimmen für die AfD. Die Wähler wählen lieber gleich das Original und nicht dämliches Hinterhergequatsche. Obwohl die Wähler dieser rechten Spinner eins wissen müssen: Ihre "Führer" bekommen satte Abgeordnetenmandate, aber sie selbst bleiben so arm und so "schlau" wie früher.

Zurück zur Darstellung des Journalisten Jens Feuerriegel. Der Begriff Fleischtöpfe ist vielleicht missverständlich. Ich meine nicht, dass Politiker anderer Parteien nicht korrupt sein können. Allerdings sind zumindest meiner Meinung nach die Konservativen dort wesentlich erfolgreicher. Es wäre falsch, ihnen Kreativität zu unterstellen, also sind sie in der Beschaffung von Nebeneinkünften vielleicht eher korrupt? Das ist auch völlig in Ordnung. Wir müssen alle über die Runden kommen.

Jürgen Bosse, Lüchow

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