Online: 06.01.2017 - ePaper: 07.01.2017

Mit zweierlei Maß gemessen

Betrifft: Keine Straßenradsportveranstaltungen im Jahr 2017 mehr möglich?

Die rot-grüne Landesregierung hat über das Innenministerium den Vereinen mitgeteilt, dass ab dem Jahr 2017 keine Polizeibeamten mehr für Sportveranstaltungen zur Verfügung stehen werden. Da nun also keine Polizeibeamten mehr zur Verfügung stehen werden, wird vorgeschlagen, dass die Straßen, die für diese Rennen genutzt werden, im Zuge der jeweiligen Radsportveranstaltung komplett für den Verkehr gesperrt werden sollen. Wie sollen die kleinen Sportvereine aus dem Landkreis sich solch einen großen Aufwand leisten? Der weit über die Kreisgrenzen beliebte Acht-Stundenritt in Hitzacker wurde bereits für das Jahr 2017 abgesagt. Um solche Radsportveranstaltung durchzuführen, sind sowieso schon viele Helfer notwendig. Hier wird sehr viel Freizeit geopfert, um solche Veranstaltungen überhaupt zu möglichen. Das Ehrenamt wird wieder einmal mit Füßen getreten. Wo ist denn die bürgerfreundliche Verwaltung? Auch die politischen Gremien wollen doch das Ehrenamt und den Sport fördern und nicht tot machen, oder?

Andererseits sind jedes Wochenende tausende von Polizeibeamten im Einsatz, um die Fußballspiele der Bundesliga zu sichern. Für diese Kosten kommt jedes Wochenende der Steuerzahler auf. Hierfür scheinen auch die Polizeibeamten in Niedersachsen weiter zur Verfügung zu stehen. Das empfinde ich als sehr ungerecht und mit zweierlei Maß gemessen.

Die Hoffnung stirbt zum Schluss. Daher hoffe ich sehr, dass die Verwaltung mit Unterstützung aller Parteien - auch derer im Kreistag - eine Lösung finden wird, um auch weiterhin Straßenradsportveranstaltungen in unserem Landkreis zu ermöglichen.

↔Torsten Ahrens,

↔Lüchow

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