Online: 10.01.2017 - ePaper: 11.01.2017

Steht auf und wehrt euch!

Betrifft: Artikel "Jeetzel teurer" (EJZ vom 3. Januar)

Mit Empörung las ich heute in der Elbe-Jeetzel-Zeitung den informatorischen Artikel "Jeetzel teurer". Wird in Hitzacker ein bisher ungeschriebenes Gesetz verletzt, nämlich dass alle Naturressourcen, etwa Seen, Flüsse, Bodenschätze, Allgemeingut und daher unveräußerbar sind? Nun aber sollen in Hitzacker sogenannte amerikanische Methoden durch eine Bundesbehörde, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, mittels einer geplanten Privatisierung durchgesetzt werden. Wer ermächtigt diese Behörden zu solch ungeheuer-lichen Plänen? Wo bleiben Intelligenz, Verantwortung und Gewissen dieser Institutionen? Steht denn das Wohl der Bürger nicht immer an erster Stelle? Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass es anstelle der Verkaufspläne keine andere, bürger- und stadtfreundlichere Lösung geben sollte.

Komisch: Plötzlich steigt der Preis

Die tapferen Bürger der Stadt wollen den Verkauf an eine Privatperson - und das ist richtig so! - unbedingt vermeiden, da es für sie neben touristischer Anziehungskraft bei dem betroffenen Jeetzelstück auch um ein Stück Heimat geht. Man wünscht sich für diese verzweifelt kämpfenden Hitzackeraner Bürger jegliche Unterstützung! Es ist augenscheinlich, dass durch deren Initiative (Spendensammlung durch Aktienausgabe) nun der bisher veröffentlichte angebliche Verkehrswert von 88600 Euro plötzlich auf 95000 Euro gestiegen sein soll, da man anscheinend befürchten musste, dass die Jeetzel nicht privatisiert werden würde. Komisch! Da stellt sich die Frage, wer steckt hinter dieser gesamten Verkaufsaktion wirklich? Wer möchte gern als privater Eigentümer von einem solch dubiosen Flussstückkauf profitieren? Dies herauszufinden ist für die Hitzackeraner Bürger ein Muss, denn diese Erhöhung des Verkehrswertes scheint Methode zu haben. Wo bleibt eigentlich hier die Unterstützung der Bürger durch die Grünen, den BUND oder die Linken? Verstehen sich nicht gerade diese Leute als Hüter der Umwelt und Rechte der Bevölkerung? Bisher wohl Fehlanzeige in Hitzacker.

Auf keinen Fall hinnehmen

Für die vielen betroffenen Menschen der Stadt bleiben jedoch weitere Möglichkeiten, sich gegen den Verkauf zu wehren. Man sollte unbedingt die Landesregierung um Hilfe und Unterstützung bitten, ebenso wäre sehr wichtig, sich an die breite Öffentlichkeit mittels Fernsehen, Rundfunk und Presse zu wenden. Das hilft in den meisten Fällen. Auf keinen Fall darf man einfach eine solche geplante Verkaufsentscheidung hinnehmen! Also: Bürger der Stadt Hitzacker, steht auf und wehrt euch weiter! Hierzu wünsche ich alles Gute und Erfolg.

↔Karin Gottschalg,

↔Wustrow

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