Online: 17.01.2017 - ePaper: 18.01.2017

Elbbrücke und Endlager

Betrifft: Salzstock Gülze-Sumte

Nachdem sich in Lüneburg die politischen Mehrheiten verändert haben, gibt es neue Bestrebungen für eine Elbbrücke. Neu im Gespräch ist die Lage bei Bleckede und die Hoffnung auf Bundesmittel. Das las ich mittwochs in der Lünepost. Tags darauf sah ich in der Elbe-Jeetzel-Zeitung einen Plan über mögliche Endlager für Atommüll, auch im Salzstock bei Gülze-Sumte auf der Nordseite der Elbe. Aha, das passt zusammen.

Weil der Staat künftig für die Entsorgung zuständig sein wird, muss er auch für die Verkehrsverbindung sorgen. Im Umkehrschluss heißt das: Nur, wenn die Bevölkerung dem Endlager zustimmt, hat sie Aussicht auf eine Elbbrücke, über die aber Tag und Nacht Lastwagen rollen könnten. Jetzt kommt das Problem "Endlagerung von strahlendem Müll im Salz" etwas näher an die Städte heran. Wir müssen uns mit dem schwierigen Thema befassen. Der vor 40 Jahren dafür bestimmte Salzstock bei Gorleben war zwar der am wenigsten geeignete, lag aber nahe an der "Zonengrenze" und damit für die meisten Menschen weit weg. Wärme entwickelndes und strahlendes Material in einem Salzstock für eine Million Jahre sicher aufheben zu wollen, ist sehr problematisch. Wenn dazu noch die Aussage eines GEO-Wissenschaftlers kommt, dass durch Bodenbewegungen in einigen hunderttausend Jahren aus Ebenen Berge werden können, ist das erschreckend. Dann würde das Vergrabene vielleicht wieder ausgespuckt werden. Es sind noch viele Diskussionen nötig.

↔Irmgard Oehring, Katemin

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