Online: 27.01.2017 - ePaper: 28.01.2017

Falsche Fragen

Betrifft: Leserbrief von Vera Grage-Nickel "Nicht politisch korrekt" (EJZ vom 7. Januar)

Wölfe machen aus der Sicht der Schäfer nur Probleme, ja sie bedrohen ihre Existenz, weil sie ständig Schafe reißen. So ​Frau Grage-Nickel und ​der "Förderverein der Deutschen Schafhaltung" (Spiegel 52/2016). ​

Was tun? Der Staat zahlt schon für Zäune und Herdenschutzhunde. Doch dies sei keine Lösung. Was läge da näher, als die Wölfe wieder zum Abschuss freizugeben.​ ​Die Jäger spüren schon das Zucken des Zeigefingers. Das wäre doch die einfachste, naheliegende Lösung, oder?

Es werden die falschen Fragen gestellt. Hat die Schafhaltung noch eine Zukunft oder gar eine Bedeutung für die Wirtschaft unseres Landes? Ganz bestimmt nicht. Die logische Lösung wäre, endlich die Jagd zu verbieten, dann wäre das Problem mit den Wölfen final gelöst. Wir brauchen das Fleisch der Wildtiere nicht und auch nicht die Wolle der Schafe. Nur zur Erinnerung: Auch wilde Tiere haben ein Recht zu leben, aber sie werden sich trotzdem nicht politisch korrekt verhalten. Das ist doch den ​tierliebenden Jägern ​vorbehalten.

↔Karl-Heinz List,

↔Prezelle

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