Online: 27.01.2017 - ePaper: 28.01.2017

Schnellere Züge

Betrifft: Leserbrief "Göhrde kein großer Umweg" von Holger Burmeister (EJZ vom 18. Januar)

Holger Burmeister weiß von dem Gespräch am 20. September mit der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG), dass das Land 11,5 Millionen Euro für die nötigen Investitionen zur "Ertüchtigung" der Strecke Dannenberg-Lüneburg zahlt. Die Schließung von drei Haltepunkten kostet Fahrgäste, sonst nichts. Die rhetorische Frage sollte nicht lauten: Wollen wir den Zwei- oder den Drei-Stunden-Takt? Im Sinne der Klimakonferenz ist unser lokaler Beitrag, Autofahrer und Touristen von der Bahn zu überzeugen. Fragen wir also: Welche anderen Möglichkeiten für die Beschleunigung der Bahn gibt es, um den Zwei-Stunden-Takt zu erreichen, ohne Anwohner, Naturfreunde und Touristen abzuhängen? Richtig ist, dass die lokalen Bahnkunden schon lange auf den Ausbau der Bahnstrecke warten: 1993 ungefähr hat der Dannenberger Bahningenieur Jürgen Roth noch vor seiner Pensionierung der Kommune einen Plan vorgelegt, der die Verkürzung der Fahrzeit zum Ziel hatte. Der ist leider noch aktuell. Er fordert detailliert die Sicherung der Bahnübergänge, damit die Züge schneller, das heißt 80 km/h, fahren dürfen. Dafür wären die 11,5 Millionen Euro Steuergelder für den Streckenausbau sorgsam angelegt. Die kommunale Beteiligung nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz finanziert ein Umsteigen auf umweltfreundliche Mobilität mit und kostet nicht die Welt. Alle Haltestellen bleiben erhalten, Umwelt und Bahnkunden werden respektiert und die Züge schneller.

↔Doris Weimann,

↔Schmardau

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