Online: 30.01.2017 - ePaper: 31.01.2017

Zusammenhalt in Europa

Betrifft: "Das andere Amerika" (EJZ vom 23. Januar)

Wer Herrn Trump beobachtet, müsste erkennen, dass er offenbar an einer Persönlichkeitsstörung leidet. Gibt es eigentlich eine ärztliche Untersuchung für den US-Präsidenten? Es müsste im eigenen Interesse der Amerikaner liegen, sicherzustellen, dass nur ein psychisch gesunder Mensch Zugang zu den Sicherheitscodes der Atomwaffen bekommt. Trump wird nicht nur an seinen eigenen Ideen gemessen, sondern an seinen Reaktionen auf unvorhergesehene Ereignisse. Wird er sich auch noch hilfsbereit bei Naturkatastrophen im eigenen Land oder im benachbarten Mexiko, in der Karibik, verhalten, wenn die meisten Opfer nicht blond und blauäugig sind? Wie wird er auf verbale oder kriegerische Angriffe aus Nordkorea reagieren? Das Land hält sich im Augenblick sehr bedeckt, was stutzig macht, denn Diktator Kim rasselt eigentlich gerne mit dem Säbel. Der Grund wird das Atomprogramm sein, das man schnell vorantreibt, in der allgemeinen Trump-Verwirrung. Bislang beruhigt der große Bruder China den Kleinen, der so gerne mit Atombomben spielt. Wie lange noch, wenn Amerika den Chinesen mit Handelskrieg droht? Eine verirrte nordkoreanische Rakete wird zwar die Westküste der USA nicht ganz erreichen, aber sie kann auf Hawaii und an den untermeerischen Kontinentalplatten verheerende Schäden auslösen. Schießt Herr Trump dann zurück und löscht Pjöngjang aus? Wohl wissend, dass Russland, China, Japan sowie Südkorea in unmittelbarer Nachbarschaft liegen? Und was hat das alles mit uns in Europa zu tun? Nun, wenn der Noch-Nato-Partner USA von einer fremden Militärmacht angegriffen wird? Aber Europa, und damit automatisch die es bevölkernden Ur-Einwohner, auch Europäer genannt, sind dem neuen Präsidenten dieses "Partners" ja egal. Hoffen wir, dass sich unsere Regierungen im Ernst-(Bündnis-)Fall an seinen Ausspruch erinnern.

↔Michael Hansen, Gorleben

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