Online: 07.02.2017 - ePaper: 08.02.2017

Es gibt keinen Rechts-Mob in Schnackenburg

Betrifft: Artikel: "Zweite Stimme für AfD und Co." (EJZ vom 30. Januar)

Endlich einmal Platz eins für Schnackenburg auf einer Rangliste im Landkreis; nur schade, dass es sich hier um den ersten Platz bei der Wahlbeteiligung im "rechten Bereich" handeln soll (laut Recherche und Wahlauswertung der "Berliner Morgenpost"). Nicht, dass wir es hier im östlichen Teil des Ostkreises nicht schon schwer genug hätten (demagogischer Wandel, Überalterung der Bevölkerung, begrenzter Zuzug von Neubürgern, Neuansiedlung von Gewerbekunden etc.) - nein, jetzt bekommen wir hier auch noch einen netten Stempel aufgedrückt, und zwar den eines Landstriches, wo zumindest ein Teil der Wahlberechtigten eine rechte Gesinnung hat.

Dank des Berichtes in der Berliner Morgenpost werden nun auch diejenigen, die überlegt hatten, hier im Raum Schnackenburg zu investieren (privat oder geschäftlich) nochmal in Erwägung ziehen, woanders im Wendland sesshaft zu werden. Mir als "Neuwendländer" ist in den vergangenen drei Jahren jedenfalls hier weder ein rechts-gesinnter Mitbürger, ein Reichsbürger oder ein ähnlich gesinnter Nachbar gegenüber getreten. Auch wehen hier in den Vorgärten keine Reichskriegsflaggen oder hängen keine schwarz-weiß-rote Wimpelchen. Sollte aber trotzdem einmal ein Redakteur der Berliner Morgenpost den langen Weg zu uns finden, dann wird er hier nur eines antreffen: ehrliche, ehrbare und bodenständige Menschen, aber sicherlich keinen grölenden Rechts-Mob mit wehenden Fahnen.

Christian Horn, Kapern

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