Online: 07.02.2017 - ePaper: 08.02.2017

Der Wolf wird sein Beuteschema anpassen

Betrifft: Artikel "Wolf soll sich nicht durchbuddeln" (EJZ vom 25. Januar)

Der Wolf wird zum Wirtschafts- und Arbeitsmarktfaktor. Eine erstaunliche Entwicklung. Der Wolf, das Lieblingstier unserer Grünen Heilsprediger, zwingt alle Tierhalter zum Bau von wolfssicheren Schutzzäunen. Im oben genannten Artikel werden die Kosten für den Bau eines solchen Musterzaunes angegeben. 245000 Euro soll das Projekt kosten. Die Nutznießer und Moralprediger der ständig steigenden Wolfspopulation mögen mir doch einmal erklären, wie ein normaler Tierhalter diese Kosten bezahlen soll.

Bei Schadensforderungen - 23 gerissene Tiere - stellt der Nabu-Vorsitzende lakonisch fest: "Keine Absicherung der Gehegezaunes im Bodenbereich, kein Untergrabungsschutz." Demnach wohl auch kein Ersatz für den Schaden.

Ein Herr List glaubt, in seinem Leserbrief vom 28. Januar in der EJZ die Lösung gefunden zu haben. "Wir brauchen eben nicht das Fleisch der Wildtiere, auch nicht Wolle und Fleisch der Schafe."

Was empfiehlt uns dieser tierliebende Zeitgenosse, wenn es weiteren Rindern und Pferden an den Kragen geht, weil eine Freilandhaltung immer weniger möglich sein wird und die Kosten für den "Wolfswahnsinn" ins Unerträgliche gesteigert werden? Schwere Unfälle, Verletzungen und anderes mehr.

Da der Wolf nicht "dumm" ist, wird er sein "Beuteschema" anpassen. Das könnte eines Tages zum Problem für Wanderer, Reiter und spielende Kinder werden. Da der Zeigefinger der bösen Jäger ja nicht zucken darf (siehe Leserbrief), bin ich gespannt, was die "grünen" Menschheitsbeglücker dann tun werden. Ja, ja, so ist es eben in "alternativlosen" Zeiten. Die Tierhalter mögen ihre Tiere abschaffen, denn sie erhöhen nur den CO2 -Gehalt.

Somit dient der "liebe Wolf" nicht nur der Ökonomie, sondern er kämpft indirekt auch gegen die "Klimakatastrophe". Lasst uns also durch Wolfsimporte die Population dieser "Wunderwaffe" noch erhöhen. Wehe dem, der sich erdreistet und versündigt, den zuckenden Zeigefinger zu krümmen. ↔

Karl-Erich Höhne, Lichtenberg

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