Online: 10.02.2017 - ePaper: 11.02.2017

Image-Schaden für EJK bleibt

Betrifft: Artikel "EJK: Nein zur Abtreibung" (EJZ vom 4. Februar)

Das hätte ich nicht gedacht, dass mich das Thema Abtreibung noch mal in so dummdreister Weise trifft. Aber in Zeiten von Rabauken und Trump-eten trauen sich manche jetzt auch die Rückwärtsrolle. Und genau wie vor 40 Jahren sind die Argumente und Empfehlungen der beiden Ärzte dürftig und mangelhaft. Frauen sollen gefälligst die billige Pille nehmen. Katholische Frauen dürfen gar nicht per Pille verhindern. Die Verhütungsverantwortung allein den Frauen überlassen. Männerpille oder Sterilisierung beim Mann passt nicht ins Weltbild der beiden Glatzköpfe. Vielleicht sprüht den Herren mal jemand zur Erinnerung auf die Platte: "Neue Männer" war schon damals die Debatte. Im Übrigen ist die Kommunalpolitik und die Kreisverwaltung jetzt gefragt. Der Vertrag mit der Capio-Aktiengruppe sollte umgehend überprüft werden, ob nicht die Grund- und Regelversorgung auch die Abtreibung mit abdeckt, auch wenn sie nicht von den Kassen übernommen wird. Ansonsten muss der Vertrag nachgebessert werden. Der Image-Schaden für die Klinik bleibt so oder so.

↔Willy Hardes, Braasche

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