Online: 10.02.2017 - ePaper: 11.02.2017

Besser nach Bayern

Betrifft: Artikel "EJK: Nein zu Abtreibung" (EJZ vom 4. Februar)

Mit Entsetzen habe ich die Entscheidung zur Kenntnis genommen, dass in der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik keine Schwangerschaftsabbrüche mehr ausgeführt werden sollen. Wenn der Chefarzt aus Glaubensgründen dieses ablehnt, so kann ich das akzeptieren. Aber dass damit der ganzen Abteilung diese Haltung aufgezwungen wird, ist unverständlich und nicht akzeptabel für mich. Mich würde interessieren, ob Herr Börner, außer der Erstausstattung, auch noch für einen Kitaplatz, für bezahlbaren Mietraum, für kindgerechte Arbeitszeiten für die gegebenenfalls alleinerziehende Mutter gesorgt hat. Ich war immer der Meinung, dass ich in die EJK gehen werde, wenn ich einmal ins Krankenhaus muss. Aber in eine derart "hinterwäldlerische" Klinik werde ich mich auf keinen Fall begeben, solange ich noch die Möglichkeit habe, mich dagegen zu wehren. Vielleicht sollte Herr Börner ins tiefste Bayern gehen, so er dort angenommen wird. Dort wird man diese frauenfeindliche Einstellung vielleicht eher verstehen. Und hier gäbe es die Möglichkeit, einen nicht fundamentalistischen Gynäkologen einzustellen.

↔Ellen Liebich,

↔Salderatzen

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