Online: 10.02.2017 - ePaper: 11.02.2017

Herausforderung Hilfe für Eltern

Betrifft: Artikel "EJK: Nein zur Abtreibung" (EJZ vom 4. Februar)

Im §218 Strafgesetzbuch heißt es: "(1) Wer eine Schwangerschaft abbricht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Handlungen, deren Wirkung vor Abschluss der Einnistung des befruchteten Eies in der Gebärmutter eintritt, gelten nicht als Schwangerschaftsabbruch im Sinne dieses Gesetzes." Hiermit ist geklärt, dass das Leben mit dem Einnisten des Eies in der Gebärmutter beginnt. Alle folgenden Paragrafen ordnen sich dieser Aussage eindeutig unter. Der §218 ist ein Teil der Straftaten gegen das Leben (§§ 211 bis 222). Auch die folgenden Paragrafen (§§218a,b und c und 219 StGB) bestätigen den Schwangerschaftsabbruch als eine Straftat gegen das Leben.

In der neuesten Fassung der Gelöbnisformel des Weltärztebundes 2006, die aus dem Hippokratischen Eid hervorgeht, heißt es:"Ich werde jedem Menschenleben von seinem Beginn an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden. Dies alles verspreche ich feierlich und frei auf meine Ehre." (http://flexikon.doccheck.com/de/Genfer_Aerztegeloebnis) Der Wortlaut aus dem Hippokratischen Eid ist: "Gleicherweise werde ich keiner Frau ein fruchtabtreibendes Zäpfchen geben: Heilig und fromm werde ich mein Leben bewahren und meine Kunst." (http://www.arztwiki.de/wiki/Hippokratischer_Eid)

Dr. Börner beruft sich auf seinen christlichen Glauben. In den zehn Geboten heißt es: Du sollst nicht töten. Dies ist das zentrale Gebot, das Herzstück, um das sich die anderen Gebote wie weitere Schutzschilder um das Leben herum hüllen. In der ersten Hülle wird der Rahmen des schutzbedürftigen Lebens geschützt. Auf der einen Seite der Auftrag: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren ..., auf der anderen Seite der Auftrag: Du sollst nicht ehebrechen. Jesus weist darauf hin, dass wir (aktiv) unseren Nächsten so lieben sollen, wie wir uns selbst lieben. Dabei ist der Schutz des Schwächeren immer vorrangig. Als Christen sind wir dann auch herausgefordert, den Müttern und Vätern in Not zu helfen, damit sie sich um ihr Kind kümmern können.

Dass der Chefarzt, die Klinikleitung und das Klinikunternehmen ihre Entscheidung gegen den massiven Druck durchhalten, wünsche ich ihnen von Herzen. Deren Mut ermutigt mich, diesen Leserbrief zu schreiben. Sicherlich wusste Dr Börner und die Klinikleitung, wie es anderen Kollegen ergangen ist. Damit haben sie ein Zeichen der Courage in unserer Zeit gesetzt, wie es ein freiheitliches Land immer wieder nötig hat.

↔Dr. Andreas Olszewski,

↔Nahrendorf

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