Online: 14.02.2017 - ePaper: 15.02.2017

Ich habe einen Traum

Betrifft: Artikel "Nein zur Abtreibung" (EJZ vom 4. Februar)

Ich habe den Traum, dass eines Tages jeder Mensch, der die Freiheit hat, nach seinen Überzeugungen zu leben, diese Freiheit genießt und sie nicht anderen beschneidet, indem er ihnen seine Überzeugung oktroyiert.

Ich habe den Traum, dass eines Tages jeder Mensch, der mit einer öffentlichen Aufgabe betraut ist, diese auch ausschließlich im Sinne des öffentlichen Interesses ausfüllt und seine eigenen Belange dabei zurückstellt.

Ich habe den Traum, dass eines Tages jeder Regierende im Sinne dieser Öffentlichkeit aktiv wird, um Defizite von Regierungshandeln zu beheben, und es nicht bei einem öffentlich ausgesprochenen Bedauern belässt.

Ich habe den Traum, dass eines Tages jeder Mensch in diesem Land selbstbestimmt leben kann und dass das in Artikel 3 Grundgesetz verbriefte Recht auf Gleichheit auch in jeder Beziehung und ohne zermürbende Kämpfe verwirklicht wird.

Deshalb hoffe ich, dass die EJK diese unsägliche Neuausrichtung der Gynäkologie mit ihren belastenden Folgen für Frauen der Region zurücknimmt, damit sie für die Patientinnen nicht zu einem Albtraum wird und die Klinik wieder das leisten kann, was sie leisten will: eine optimale Patientenversorgung.

↔Frauke Adam, Beseland

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