Online: 17.02.2017 - ePaper: 18.02.2017

Bauernverband schwingt Keule

Betrifft: Artikel "Bauernverband fordert Rücktritt" (EJZ vom 9. Februar)

"Humor ist, wenn man trotzdem lacht" und der oft auch ein wenig nachdenklich macht. Aber davon ist der Bauernverband weit entfernt und schwingt sofort die Rücktrittskeule. Wenn Herr Tebel und Herr Riggert dann auch noch schimpfen, dass die Bauern diese Kampagne mit ihren Steuergeldern finanzieren müssen, fehlen mir fast die Worte. Hat er noch nie etwas von Subventionen, Ausgleichszahlungen, Fördergeldern usw. für die Landwirtschaft gehört? Das sind doch auch die Steuergelder aller Bürger und Bürgerinnen.

Wer bezahlt Schäden?

Und woraus werden die Schäden bezahlt, die durch Massentierhaltung, Gülletransporte durchs ganze Land und damit verbunden eine zunehmende Nitratbelastung unseres Grundwassers (was immer wieder angezweifelt wird, von der Belastung durch Medikamenten-Rückstände spricht schon keiner mehr) und gesundheitliche Schäden durch zu viel Fleischkonsum entstehen? Da müssen dann auch Steuergelder her.

Ich glaube, dass diese Kampagne dazu diente, viele Menschen auf humorvolle Art zum Nachdenken zu bringen. Aber die Keule hat getroffen - sehr schade.

↔Waltraut Oelerich,

↔Gartow

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