Online: 21.02.2017 - ePaper: 22.02.2017

Alleinerziehende und Hebammen unterstützen

Betrifft: "Nein zu Abtreibungen" (EJZ vom 4. Februar)

Habe ich da etwas nicht mitbekommen? Mir war, als brauchte es immer noch einen Mann zum Kinderzeugen. In diese Richtung konnte ich aber trotz intensiver Suche keinen erhobenen Zeigefinger, keinen Appell an die Verantwortung erkennen.

Die erwähnte Unterstützung Schwangerer in allen Ehren. Richtig hart wird es doch erst, wenn eine Frau als Alleinerziehende ihr Leben bewältigen muss. Zum Dank winkt vielen schließlich Altersarmut. Keine christliche, keine soziale Partei hat sich jemals ernsthaft der immensen täglichen Belastung Alleinerziehender angenommen. Wie beschämend für eines der reichsten Länder.

Die Geschäftsleitung der EJK steht voll und ganz hinter ihrem Gynäkologen. Dann nehme ich an, dass sie sich jetzt auch kräftig für die Hebammen ins Zeug legt, damit deren Vergütung endlich in einer Höhe festgeschrieben wird, die neben einer angemessenen Entlohnung auch die Bezahlung der Haftpflichtversicherungen ermöglicht. Die größten Risiken treten schließlich während und im Zusammenhang mit ihrer Arbeit im Krankenhaus auf. Und ohne die unermüdliche Arbeit der Hebammen würde so manches Leben nicht sein.

Sabine Gritke, Köhlen

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