Online: 21.02.2017 - ePaper: 22.02.2017

Leitlinien nicht für Abtreibung

Betrifft: Abtreibungen in der Capio EJK in Dannenberg

Nun geht es ja wieder. Laut EJZ werden ab dem 13. Februar Abtreibungen wieder vorgenommen. Ein Arzt, der sich in der Verantwortung vor Gott sieht, wurde geschasst, der Leiter der Klinik "freigestellt". Die Welt ist wieder in Ordnung. Ist es tatsächlich so, dass jährlich um die 30 Abtreibungen in Dannenberg das finanzielle Überleben der Klinik sichern? Und Abtreibung muss vor Ort sein - und dafür opfert man zwei Menschen, weil es einfach der Wille des Geschäftsführers der Capio Deutschland oder der des Konzerns ist? Ich habe mir die Website von Capio Deutschland angesehen und die Leitlinien und Aufgabenfelder: Weder die Sparte Gynäkologie (Schwangerschaft ist keine Krankheit), noch die Sparte Geburtshilfe (Abtreibung ist keine "individuelle, einfühlsame und professionelle Geburtshilfe") stehen für Abtreibung.

Ich denke hier auch an die Autorin Christine Brückner. Die Protagonistin Maximiliane von Quindt aus "Jauche und Levkojen" wird infolge des 2. Weltkriegs aus Hinterpommern mit drei (oder vier) Kindern vertrieben. Unterwegs wird sie von einem Russen vergewaltigt und gebiert noch ein Kind. Viele Jahre später bekommt sie einen Anruf von ihrer dann studierenden Tochter mit der Bitte um Geld. Es stellt sich heraus: für eine Abtreibung. Die Mutter lehnt entschieden ab. Die Tochter: "Du wärst sicher auch froh gewesen, wenn von uns einer weniger gewesen wäre in der schweren Zeit". Darauf kann die Mutter nur antworten: "Und wen von euch hätte ich abtreiben sollen?"

Nicht abzutreiben, ist kein Rückschritt ins Mittelalter, sondern Abtreibung ist ein Relikt aus dem Mittelalter, in dem Menschen auf verschiedene Art schon ab dem Mutterleib gequält und ihres Lebens beraubt wurden. Ist wirklich jeder Befürworter über den Ablauf einer Abtreibung informiert? Es ist Zeit für ein humanes Zeitalter nicht nur für Inklusion, sondern auch für Ungeborene. Fortschritt wäre, für jedes Kind einen Platz zu finden, das nicht von seiner leiblichen Mutter gewollt wird und sie während des Austragens zu unterstützen. Ich hatte drei alleinerziehende Kolleginnen. Vor jeder ziehe ich meinen Hut.

Wie viele wunderbare Menschen haben wir, hat Deutschland versäumt? Gut, dass ein Christ das mal wieder in den Fokus gebracht hat - und schade, dass er hierzulande nicht unterstützt wurde. Das Wendland war schon so oft Vorreiter.

Warum tut man dies hier nicht und gibt allen ungeborenen Kindern eine Chance, ihr Leben zu leben - sozusagen eine Insel des Lebens?

Hier kann man an einer Petition teilnehmen: www.aufruf-lebensrecht.de

Eva Schubring, Lüchow

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