Online: 24.02.2017 - ePaper: 25.02.2017

Alles hat Grenzen

Betrifft: Artikel "Wer heilt, hat Recht" (EJZ vom 7. Februar)

Und wer nicht heilt? Fügt eventuell Schaden zu. Zum Beispiel einem epilepsiekranken Hund. Verordnung: Dreiviertel der Epilepsiemittel weglassen und dann lieber Globuli. Nach einigen Wochen treten die Anfälle vermehrt auf, einige Wochen weiter gerät der Hund in einen anhaltenden Dämmerzustand mit kurz aufeinander folgenden Anfällen, aus denen er nur schwer wieder herausgeholt werden konnte. Schreckliches Leid für das Tier - und den Menschen.

Es hat vieles seine Berechtigung, aber auch seine Grenzen. Mir selbst beziehungsweise meinem Hund geschah es, dass auf der Suche nach Ergänzung zur tierärztlichen Therapie drei verschiedene Tierheilpraktikerinnen drei verschiedene Homöopathika in verschiedenen Potenzen verordneten. Das mag ja noch erklärbar sein, aber der Arme litt mit einer Arthritis in den Beinen furchtbare Schmerzen, und ich wurde angewiesen, für Wochen nur die Globuli zu geben und keine Schmerzmittel mehr. Wie grausam.

Ich hätte noch mehr solcher und ähnlicher Erfahrungen anzubieten. Trotz allem habe ich meine Begeisterung für "natürliche" Heilmittel und da vor allem die Phytotherapie nicht eingebüßt. Wende sie an, wo immer es gerade auch vorbeugend möglich ist, aber: Alles hat seine Grenzen. Die Naturheilkunde hat ihren Platz, aber wir sollten die sogenannte "Schul"medizin nicht verachten.

↔Frauke Opitz, Gohlau

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