Online: 10.03.2017 - ePaper: 11.03.2017

Warum ein riesiger Wohnmobilstellplatz?

Betrifft: Artikel "Stellplatz ja, Luxus nein" (EJZ vom 2. Februar)

Die EJZ zeigt, wie das Luxusprojekt einiger CDU- und UWG-Leute und der Verwaltung scheiterte, einen "Wohnmobilhafen" an unserer Badestelle am Südufer des Gartower Sees zu bauen. Man war, wie schon so oft, scheibchenweise vorgegangen. Die Verabschiedung von Bebauungsplan und Flächennutzungsplanänderung wurden vorgezogen. Zu den Baukosten und Fördersummen gab es zuerst keine und dann sehr unterschiedliche Zahlen. Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung mit Betriebs und Folgekosten fehlte. Jede inhaltliche Frage wurde mit dem Hinweis abgelehnt, dass erst einmal die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden müssten. Die Gemeinderäte bestanden nicht auf der Beantwortung ihrer Fragen. Im Herbst 2016 wurde allen Ernstes behauptet, nur ein größerer hochpreisiger Wohnmobilhafen mit 20 Plätzen könne öffentlich gefördert werden. Zusammengefasst ist also zu sagen, dass ein riesiger Wohnmobilstellplatz geplant wurde, ohne die Planung in der Gemeinde vorzustellen.

Nach der Kommunalwahl änderten sich die politischen Verhältnisse. Neue UWG-, SPD- und Grüne Politiker setzten den jahrzehntelang eingeübten und geduldeten Praktiken ein Ende. Sie stellten fest, dass die von der Gemeinde einzusetzenden Mittel, den Rahmen der Gemeindekasse gesprengt hätten und stoppten das Projekt. Bravo UWG, SPD und Bravo der grünen Ratsfrau! Ich bin sehr froh, dass angesichts der Tatsache, dass die CDU unsere wohlhabende Samtgemeinde Gartow in wenigen Jahren in Millionenschulden getrieben hat, wenigstens auf Gemeindeebene nun dem ein Riegel vorgeschoben wurde. Wenn ich bedenke, dass derartige Salamiplanungsweisen ohne Überblick seit 25 Jahren betrieben werden, ist nur noch zu hoffen, dass die SG-Räte angesichts der Verhältnisse jetzt lernen, dass es so nicht weiter gehen kann.

Klaus Polandt, Gartow

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