Online: 10.03.2017 - ePaper: 11.03.2017

Ja zum Leben

Betrifft: Artikel "Nein zu Abtreibungen" (EJZ vom 4. Februar)

Oberflächlich gesehen, klingt es so menschlich und entgegenkommend, einer Abtreibung im Blick auf Krisensituationen zuzustimmen. Und doch steht ein werdendes Kind, auch das unerwünschte, unter dem besonderen Schutz Gottes. Die Heilige Schrift verkündet die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens. Vom Augenblick seiner Zeugung an ist der Mensch ganz Mensch - mit Geist, Seele und Leib (Psalm 51,7/Jeremia 1,5). Durch eine Abtreibung wird die heilige Schranke zum Schutz menschlichen Lebens durchbrochen. Der christliche Widerstand dagegen wird verunglimpft. Verschwiegen werden die mit einer Abtreibung verbundenen tiefen seelischen Leiden der Mutter. Wir sind Hartmut Steeb sehr dankbar (siehe sein Leserbrief am 7.02.), dass er die frühere Familienministerin Claudia Nolte zitiert: "Das zweite Opfer ist immer die Frau". Es gibt mit Sicherheit bessere Wege, als eine Abtreibung. Das ist ein gut Teil meiner jahrzehntelangen seelsorgerlichen Erfahrung. Ein Gedicht von Marga Rembold bewegt uns tief. Sie hat es geschrieben unter der Überschrift: "Bitte eines Ungeborenen" und versucht, sich hineinzuversetzen in das ungeborene Kind. Zitat: "Mir ist verborgen, tief in dir/ dein Leib zum Schutz gegeben,/ damit ich wachsen,reifen kann;/ Ich möcht' so gerne leben.../ Bin ich auch klein, fühl ich doch Schmerz,/ wind' mich in tausend Nöten./ In Ängsten rast mein kleines Herz,/ wenn sie brutal mich töten./ 0, bitte, Mutter, tu' es nicht,/ verschon mein junges Leben..."

Unsere Hochachtung gilt nach wie vor den beiden Ärzten Dr.Thomas Börner und Dr. Markus Fröling für ihre so wohltuend biblisch klare, christliche Haltung.

Karin und Erhard Schrötke, Pfarrer, Corvin

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