Online: 14.03.2017 - ePaper: 15.03.2017

Unfähigkeit oder Überlastung?

Betrifft: "Ausgesperrtes Publikum" (EJZ vom 8. März)

Es scheint Tradition zu haben, die Interessen der Anlieger bei der Baustellenplanung mal eben zu vergessen und sie dann kurzfristig von der seit Monaten geplanten Baustelle in Kenntnis zu setzen. Böser Wille, Unfähigkeit oder Überlastung? In jedem Fall schreit das nach Änderung. Der Fachdienstleiter sorgt sich um die Sicherheit der Bauarbeiter.

Als ich am Dienstag um 18.30 Uhr zum Café Grenzbereiche fuhr, war von Bauarbeitern weit und breit nichts zu sehen. Ich vermute, das wird auch von freitagabends bis sonntagabends so sein. Wer soll da für dumm verkauft werden, um zu überspielen, dass der Fachdienst zu spät und unflexibel agiert?

Ein mit viel Ehrenamt und Spenden getragenes, dennoch chronisch unterfinanziertes, soziokulturelles Zentrum mal eben sieben Wochen stillzulegen und die Betroffenen davon 14 Tage vorher in Kenntnis zu setzen, ist unglaublich. Und dann mit der absurden Aussage zu kommen, die Besucher könnten ja eine Sondergenehmigung beantragen. Dieser Amtsschimmel muss vom Wiehern schon ganz heiser sein. Und da wundert sich noch einer, wenn die Bürger mit dem Staat unzufrieden sind?

↔Helmut Koch, Karmitz

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