Online: 17.03.2017 - ePaper: 18.03.2017

Eine ganz normale Grundschule

Betrifft: Leserbrief "Eine besondere Schule" von Susan Fuhrmann (EJZ vom 25. Februar)

Leider ist nicht eindeutig geklärt, was uns Frau Fuhrmann eigentlich mitteilen muss. Es schreibt hier keine Mutter, die sich freut, dass ihr Kind mit Freude in die Schule geht, sondern wir werden von einer Elternvertreterin (Hauptsache ein Titel) darüber unterrichtet, wie wir diese Schule zu sehen haben. Es gab bis vor Kurzem eine Grundschule in Clenze, die Astrid-Lindgren-Schule. Dann wurde eine neue Schule gebaut. Jetzt heißt dieser Neubau Astrid-Lindgren-Südkreisschule. Ist sie damit etwas Besonderes?

Frau Fuhrmann bemerkt weiterhin, dass die Kinder fröhlich, zufrieden und voller Freude drinnen wie draußen zu beobachten sind. Ich weiß nicht, ob man den Eindruck bekommen soll, dass vorher in den Grundschulen die Kinder traurig und geknickt mit Trauerflor durch ihre Schule gezogen sind. Und man kann so schön die Kinder durch die großen Fenster beobachten. Wenn man nichts Besseres zu tun hat, kann man das sicher machen, aber es gibt ein unschönes Wort für das Durch-die-Fenster-Starren, um andere zu beobachten. Da kann ich nur froh sein, dass mein Enkelkind in den oberen Klassen vor diesem Anstarren geschützt ist.

Das Spielzeug ist so toll und die Kinder freuen sich so darüber. Die Kinder aus Schnega und Bergen kennen diese Spielgeräte zum Teil sehr gut, denn sie gehörten mal in ihre Schule und zu ihrem Schulalltag. Die Anmerkung ist wohl erlaubt, dass der Eindruck entsteht, dass bei der kleinsten Kritik an dieser Schule sehr allergisch reagiert wird. Warum? Das ändert man nicht mit, wie Frau Fuhrmann zu meinen scheint, völlig zusammenhangslosen Lobgesängen. Im Gegenteil: Man fragt sich automatisch, was nicht stimmt an dieser Schule.

Eigentlich ist es eine Schule wie jede andere auch, mit sicher den gleichen freudigen Ereignissen und Problemen wie an allen Grundschulen. Und sicher ist auch in der Clenzer Grundschule noch einiges aufzuarbeiten, was die organisatorischen, technischen und sozialen Kompetenzen anbelangt. Denn nun sind alle Probleme in einer einzigen Grundschule im Südkreis zusammen und das kann schon mal zum Brennpunkt werden. Also eine ganz normale Grundschule, Frau Fuhrmann.

↔Brigitte Staats, Schnega

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