Online: 24.03.2017 - ePaper: 25.03.2017

Steinplatten für Übergänge

Betrifft: Pflasterung der Langen Straße in Dannenberg

Dannenberg hat eine attraktive Altstadt, und ein Teil dieser Attraktivität macht für mich auch die Pflasterung der Langen Straße aus. Auf der anderen Seite sehe ich auch, dass die Pflasterung für Rollstuhlfahrer, Rollatorbenutzer und ältere Menschen ein Hindernis darstellt. Ich habe jahrelang meine Mutter in ihrem Rollstuhl durch die Lange Straße gefahren, und die Querung der Straße war schon für mich als Schiebenden mühevoll.

Kann es aber nicht auch eine andere, kostengünstigere Lösung für dieses Problem geben, als die Pflasterung vollständig herauszureißen und die gesamte Straße mit einem neuen Belag zu versehen?

In einer anderen Stadt mit historischem Stadtkern wurde diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Fußgängerübergänge mit massiven, ebenen Steinplatten versehen wurden. Ich könnte mir eine ähnliche Lösung für die Lange Straße vorstellen. Wenn man vier oder fünf Übergänge mit breiten massiven Steinplatten einrichten würde, hätten Rollstuhlfahrer, Rollatorbenutzer und ältere Menschen die Möglichkeit, die Lange Straße zu queren. Die Übergänge wären auch aus weiterer Entfernung ohne Beschilderung als barrierefreie Übergänge deutlich zu erkennen.

Diese Variante ist nach meiner Auffassung auch so gestaltbar, dass sie mit dem Denkmalsschutz vereinbar ist. Außerdem ist sie bedeutend kostengünstiger als die radikale Veränderung. Zu bedenken ist überdies, dass die jetzige Pflasterung in der Regel zu einer niedrigeren Fahrgeschwindigkeit führt. Ein ebener Straßenbelag würde die Autofahrer verführen, dort mit höherer Geschwindigkeit zu fahren. Ob das im Sinne der Anwohner und Fußgänger wäre, möchte ich bezweifeln.

↔Horst Hinrich Stange,

↔Dannenberg

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