Online: 24.03.2017 - ePaper: 25.03.2017

Überhebliche Art

Betrifft: Konzertkritik "Eher verkrampft als frei" (EJZ vom 8. März)

Mit einer mir unerträglichen Art der Besserwisserei und Arroganz setzt sich hier der Autor Reinald Hanke mit dem Pianisten Boris Giltburg und dessen künstlerischer Darbietung auseinander. Zunächst versucht er, den Leiter der Musikwoche, Albrecht Mayer, abzuwatschen, als dieser den Pianisten "als Musiker internationaler Extraklasse" dem Publikum vorstellt und er dies als "banalen Werbespruch" bezeichnet. Ein Blick auf die Vita des Pianisten im Internet zeigt bei den vielen Auszeichnungen, welch Glücksfall es war, diesen Künstler nach Hitzacker einladen zu können.

Dass aber nahezu 400 Besucherinnen und Besucher am Ende begeistert applaudierten und bewegt das Konzert verließen, legt mir die Vermutung nahe, dass der Autor scheinbar in einem anderen Konzert gewesen sein muss. Ich für mich empfinde es als höchst anmaßend und peinlich, wie hier dieser Autor meint, einen renommierten Pianisten so angreifen zu können. Man mag vielleicht unterschiedliche Interpretationsformen im Spiel erkennen und sie benennen, aber bitte nicht mit dieser überheblichen und selbstgefälligen Art.

↔Klaus Lehmann, Hitzacker

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