Online: 21.04.2017 - ePaper: 22.04.2017

Offenbarungseid der EKD

Betrifft: Ostermarsch

Am 17. April nahm ich, zusammen mit 20 weiteren Wendländer/innen, teil an dem Ostermarsch in Stendal (leider gibt es keinen im Wendland). Uns erreichte die Nachricht, dass die "Verteidigungs"-Ministerin von der Leyen in dem Kirchentags-Gottesdienst am 26. Mai in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin die Predigt halten will, zusammen mit dem evangelischen Militärbischof Rink.

Wir können es nicht fassen, dass die Kirchen und die Kirchentagsleitung das genehmigen. Kirchen sind zur Verkündigung des Evangeliums der Feindesliebe da und nicht zur direkten oder indirekten Werbung für Gewalteinsatz und Feindschaft.

Wir sind entsetzt, dass das heute noch oder wieder möglich ist. Wir empfinden das als Offenbarungseid des ewig gestrigen Teils der EKD und als eine wohl kalkulierte Strategie der Regierung!

Auf jeden Fall gehört kräftig protestiert zu werden gegen einen solchen Gottesdienstmissbrauch. Die Kirchentags- und die Kirchenleitungen müssen aufgefordert werden, die Ministerin vom Predigtdienst zurückzuziehen.

Am Besten kämen diese Proteste von innerhalb der Evangelischen Kirche - von dem großen Teil, der das Evangelium ernst nimmt, und der die gewaltfreie, konstruktive Konfliktarbeit predigt.

Gertie Brammer,

Karwitz

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