Online: 28.04.2017 - ePaper: 29.04.2017

Stummer Frühling?

Betrifft: Spritzaktion im Küstener Wald

Absolute Waldesruh im Küstener Holzacker. Dort ist es jetzt totenstill. Es summt, singt und krabbelt nichts. Hängt das möglicherweise mit der massiven Spritzaktion aus der Luft im letzten Jahr zusammen? Kurz danach tauchte im Nachbarort, wo ich mich häufig aufhalte, ein vermeintlich vergifteter Bussard auf, der offensichtlich schwer geschädigt war. Ist es das wert, alles Leben totzuspritzen, um einen Stangenwald zu erhalten? In einem Mischwald könnte doch eine Insektenart nicht den gesamten Wald gefährden. Wie wäre es gewesen, die Bäume dem Verfall preiszugeben und einen gesunden Wald entstehen zu lassen? Den materiellen Verlust der Eigentümer staatlich auszugleichen und mal in echte Werte zu investieren?

Leider handeln wir trotz unseres großen Wissens verblüffend kurzsichtig, das ist nicht neu. Ich zweifle, dass die Menschheit es jemals schafft, respektvoll mit der Natur umzugehen, aber ich hoffe trotzdem.

↔Stefanie Fischer, Hamburg

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