Online: 12.05.2017 - ePaper: 13.05.2017

Den Wolf mit dem Osterhasen verwechselt?

Betrifft: Artikel "Muffel ,dem Wolf geopfert'" (EJZ vom 10. April)

Wenn Gutgläubigkeit gepaart mit Naivität auf Ideologie trifft, hat nicht nur der Mensch das Nachsehen. Wer zuerst hier war - Muffel, Hirsch oder Reh, Wolf, Bär oder Luchs - ist völlig ohne Belang. Entscheidend ist: Wir alle leben auf einem immer enger werdenden Planeten. Er verändert sich rasend schnell nicht immer zum Positiven. Regenwälder, Urwälder, Savannen und Moore verschwinden unwiederbringlich im Austausch gegen Palmöl und andere "ökologische" Energiespender. In Deutschland sind es die Vermaisung, Verrapsung, Verspargelung mit Windrädern in Wald und Flur, der die Restnatur nicht mehr entrinnen kann. Ob dies noch Lebensräume der Zukunft für Großraubwild wie Wolf und Luchs sein können, mag sich jeder selbst beantworten. Die gewaltigen Flächenversiegelungen heute und in Zukunft nebst extrem ausufernden Freizeitaktivitäten lassen die Lebensräume für Flora und Fauna dahinschmelzen wie die Gletscher in den Gebirgen. Ideologen, vor allem die in der Politik, sehen ihre Chance den wahren Schützern und Bewahrern der ersten Stunde, uns Jägern, das in Jahrzehnten Geleistete für Mensch und Natur abzusprechen.

Nicht nur hier, sondern in ganz Deutschland wird speziell der Wolf von fanatischen Ideologen ausgenutzt mit nur einem Ziel: Aushöhlung des an Grund und Boden gebundenen Jagdrechts mit der Folge der Erschwerung der Neuverpachtung der Reviere, Vereitelung der Freilandtierhaltung, Verhinderung des Einsatzes von Schafen und Ziegen als Landschafts- und Deichpfleger, letztlich massenhafte Vernichtung von Existenzen nicht nur im ländlichen Raum. Bei mir zuhause nennen wir das pervers.

↔Reinhard Heck,

↔Hitzacker

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